Saarland: In Homburg-Jägersburg ist die Saar-Pfalz-Straße in Höhe der Hausnummer 45 voll gesperrt auf Grund eines Verkehrsunfalls. (19:14)

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3,5 Mio Euro: Erbschafts- Betrüger im Köllertal!

Ein angebliches Erbe in Höhe von 3,5 Millionen - das sind die verlockenden Versprechungen eines Schreibens, das kürzlich auch einem Heusweiler Bürger ins Haus flatterte. Die Verbraucherzentrale warnt eindringlich vor solchen Betrügereien.

Heusweiler. Ein 71 Jahre alter Heusweiler mit Namen M., der nicht näher genannt werden will, staunte in der vergangenen Woche nicht schlecht, als er ein Schreiben in seinem Briefkasten fand. Knapp 3,5 Millionen Euro sollte er geerbt haben - von einem Senor Dr. Johann-Bernd Molinero, verstorben in Buenos Aires. Der Haken: Er sollte zunächst einmal knapp 7000 Euro als Auslagenvorschuss an die Firma P. Lederer y Asociados überweisen, damit diese seine Interessen gegenüber den Behörden in Argentinien wahrnehmen könnte.

Herr M. durchschaute den Schwindel, machte Kopien des Schreibens und ging damit zur Polizei. Herr M.: "Durch Zufall habe ich bei einem Schwimmbadbesuch in Altenkessel am vergangenen Wochenende erfahren, dass offenbar eine Familie mit gleichem Namen aus Klarenthal ebenfalls ein solches Schreiben erhalten hat."

Yvonne Schmieder, Jurist und Beraterin bei der Verbraucherzentrale des Saarlandes in Saarbrücken, kennt das Phänomen. "Solche Betrüger streuen ihre Schreiben weitläufig. Diese Firma ist uns noch nicht untergekommen, aber zahlreiche ähnliche Versuche, gutgläubige Menschen abzuzocken. Erst kürzlich gab es ähnliche Schreiben einer Firma aus Spanien."

Herr M. habe genau richtig reagiert. "Wenn vermeintlich Geld winkt, werfen viele Menschen jede Vorsicht über Bord. Und genau damit rechnen die Betrüger", warnt die Expertin. Sie rät dazu, generell keine Telefonnummer anzurufen, die möglicherweise auf dem Schreiben genannt ist. "Meist sind das richtig teure Nummern, um den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen."

Auch sollten Betroffene niemals der Aufforderung folgen, irgendwelche Summen als Vorauszahlung zu leisten. "Bevor man irgendetwas unternimmt, sollte man einfach mal im Internet nach dem angeblichen Unternehmen forschen oder sich direkt an die Verbraucherzentrale wenden", rät Schmieder. Oder wie im Fall von Herrn M. direkt zur Polizei gehen und sich nicht vom vermeintlich großen Geld blenden lassen. Sonst wird's am Ende teuer.

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