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3600 Spielsüchtige im Saarland - 4 Mio pro Monat verspielt

Saarbrücken. Die Jamaika-Koalition will der wachsenden Zahl von Spielhallen im Saarland einen gesetzlichen Riegel vorschieben. CDU, FDP und Grüne sehen nach der gestrigen Anhörung von Experten im Sozialausschuss des Landtags einen „dringenden Handlungsbedarf“.

Im Saarland lebten 3600 Menschen mit festgestellter Spielsucht; monatlich würden vier Millionen Euro an Glücksspielgeräten und Spieltischen verloren, bringt der Ausschuss-Vorsitzende Hermann Scharf die Situation auf den Punkt. Angesichts dieser Entwicklung setze sich die CDU-Fraktion in enger Abstimmung mit den Kommunen und dem benachbarten Rheinland-Pfalz für ein neues Spielhallengesetz ein. „Wir brauchen eine mit allen abgestimmte Lösung“, formulierte der Unions-Politiker in einer Erklärung. Nur so lasse sich ein Spielhallen-Tourismus verhindern. Die Selbstbeschränkungen der Betreiber würden den Suchtkranken nicht weiterhelfen.

Der FDP-Sozialpolitiker Christoph Kühn warnte davor, lediglich die privaten Spielhallen als „einzigen Sündenbock an den Pranger zu stellen“. Ihnen dürfe die wirtschaftliche Existenzgrundlage nicht entzogen werden. „Wir müssen beim staatlichen Glücksspiel ebenso ansetzen wie bei den Spielhallen oder dem Internet-Glücksspiel“, so Kühn in einer Mitteilung..
Die stellvertretende Fraktionschefin der Grünen, Claudia Willger, sieht Spielhallen keineswegs als Vergnügungsstätten. Denn: „42 Prozent der Besucher sind süchtig“, erklärte die Politikerin. Sie fordert unter anderem rechtliche Höchstgrenzen für Spielgeräte pro Einwohner. gp
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