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40 neue Jobs bei Spediteur DB Schenker in Saarbrücken

Ein zentrales Kompetenzzentrum für Logistik-Verkehre des weltweit tätigen Spediteurs DB Schenker soll schon in Kürze in Saarbrücken den Betrieb aufnehmen. Es bietet in der ersten Ausbaustufe 40 neue Arbeitsplätze und soll zunächst für die Märkte Frankreich, Spanien und Portugal zuständig sein. Das kündigte gestern der Vorstandsvorsitzende der Schenker Deutschland AG, Hansjörg Rodi, in Saarbrücken an.

Zudem wolle Schenker generell künftig weitere Branchen betreuen, um sich unabhängiger von konjunkturellen Entwicklungen zu machen, so Rodi. Demnach wolle man sich neben der Rolle als Dienstleister für Autohersteller und Zulieferer sowie den Maschinen-und Anlagenbau deutlich stärker auf Unternehmen aus den Bereichen Informationstechnologie (IT), High Tech allgemein, Konsumgüterherstellung sowie der Versorgung von Hotels konzentrieren. Heute schon stellt DB Schenker die komplette logistische Versorgung mit allen benötigten Dienstleistungen für die Standorte der französischen Hotelgruppe Arcor sicher, betonte der Leiter der DB-Schenker-Geschäftsstelle Saarland, Peter Maas.

Insgesamt verlassen nach seinen Worten heute schon täglich 48 Lkw-Ladungen den Standort Saarbrücken mit Zielrichtung Deutschland-Frankreich-Benelux. „Die großen Verkehrsströme nach Frankreich und Spanien laufen heute schon über das Saarland“, betonte DB-Schenker-Chef Rodi. 2012 erwirtschaftete die DB-Schenker-Geschäftsstelle Saarland mit 780 Mitarbeitern an 13 Standorten insgesamt 245 Millionen Euro Umsatz.

In einem von SZ-Chefredakteur Peter Stefan Herbst moderierten Wirtschaftstalk des Unternehmens richtete Rodi an Saar-Wirtschafts- und Verkehrsminister Heiko Maas (SPD) den Appell, die Logistikbranche brauche von der Politik verlässliche Rahmenbedingungen. Maas solle seinen Einfluss auf Bundesebene in den Koalitionsverhandlungen entsprechend ausüben. Man sei auch nicht grundsätzlich gegen eine Maut, erhebe aber den Anspruch, zeitnah zu erfahren, wieviel Maut künftig anfällt. Und auf welchen Straßen diese gelten soll. Rodi warnte davor, die Logistikbranche weiter mit Kosten zu belasten. Sonst müsse diese Kostensteigerungen am Ende auch an Kunden weiterreichen. Die Logistikbranche sei mit 230 Millionen Euro Umsatz jährlich und 2,5 Millionen Beschäftigten zum inzwischen drittgrößten Arbeitgeber Deutschlands gewachsen, betonte Rodi. Deren Marktchancen dürfe man deshalb nicht schwächen.

Minister Maas erwiderte, er schließe zumindest eine Pkw-Maut zum jetzigen Zeitpunkt aus. Dieses Vorhaben sei schon aus rechtlichen Gründen kaum umsetzbar. Zudem verhandelten die künftigen Partner einer Regierungskoalition über eine deutliche Aufstockung der Mittel für die Erneuerung von Straßen. Maas rechnet hier mit dem Beschluss eines Milliardenbetrages, allerdings nicht mit dem in einem Gutachten auf Initiative der Bundesverkehrsminister ermittelten Mehrbedarf von sieben Milliarden Euro jährlich. Maas nehme die Probleme der Logistik-Branche ernst, zumal das Saarland als drittgrößter Auto-Zulieferer auf eine funktionierende Logistik angewiesen sei.
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