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41 Tiere im Saarbrücker Wildpark haben einen Paten

Auch diese Ziege ist jetzt Patentier.

Auch diese Ziege ist jetzt Patentier.



Vier urige, kraftvolle Tiere stehen dicht hinter dem Zaun im Saarbrücker Wildpark. „Ein Weibchen? Dann heißt es Bärbel!“, beschließt Ursula Pinkel. Vor einem Jahr hatte sie eine Patenschaft für den Wisent übernommen, weil sie dachte „sonst nimmt ihn wahrscheinlich niemand“. Sie bekam damals ein Bild von einem recht jungen Tier zugeschickt. Bisher hatte sie ihren Wisent jedoch noch nicht aus nächster Nähe gesehen. Jetzt war es soweit, beim Treffen der Wildpark-Paten.

Ein Wisent namens Bärbel

„Ich mag diese Tiere, die so bullig sind. Sie haben etwas Erdverbundenes. Ich kann mir gut vorstellen, wie majestätisch sie damals durch die Prärie gelaufen sind. Es wäre toll, wenn sie sich auch hier wieder einbürgern würden“, sagt Ursula Pinkel. Seit etlichen Jahren sei dies wieder das erste Kalb, erklärt Tierpfleger Christian Gauer. Früher seien die Wisente in Europa einmal heimisch gewesen. Die heute weltweit lebenden Artgenossen gingen jedoch nur noch auf zwölf Tiere zurück. Deshalb habe man oft Probleme mit Inzucht. Bärbel sei jedoch fit und entwickele sich prima.Aber nicht nur im Wisent-Stall, auch in vielen anderen Gehegen blieb der Nachwuchs nicht aus. Kleine Schwarzwild-Frischlinge, Ziegen, und sogar eine Uhu-Mama hütet wachsam ihre beiden Küken. Tierpfleger Christian Gauer führte Paten und Besucher durch den Park. Er berichtet auch von einer Wildpark-Besucherin, die durch ganz besondere Umstände zur Patenschaft eines Schafs gekommen ist. Denn durch Zufall sah sie in der letzten Silvesternacht ein gerade geborenes Lamm, das aus dem Gehege gefallen war. Gauer hatte bereits Feierabend, wurde aber von ihr benachrichtigt. „Das Lamm hatte gleich mehrere Schutzengel. Denn es war eine nasse, kalte Nacht und dann hatte es auch noch eine Sehnenverkürzung in den Vorderbeinen“. Die Retterin des Lamms, das nun wohlauf ist, wurde so zur Patin.

Patenschaft schon ab 40 Euro

Viel zahmer ging es im Pony-Stall zu. Ein am 10. Mai geborenes Fohlen kam erst kürzlich durch eine Abstimmung im sozialen Netzwerk Facebook zu seinem Namen, erklärt Oberbürgermeisterin Charlotte Britz. Dort sei man sich einig gewesen: Das Fohlen sollte Merlin heißen. Einen Paten habe es allerdings noch nicht.

Oberbürgermeisterin Britz dankte allen 41 Paten für ihre Unterstützung. Auch sie selbst sei oft mit ihrem Sohn, als er noch klein war, hergekommen. „Eine Patenschaft ist gar nicht mit Geld zu bemessen“, sagt Britz. Sie freute sich, dass so viele den Park mit ihrer Patenschaft nicht nur finanziell, sondern auch ideell unterstützen, indem sie sich damit identifizieren. Tiere, die noch keinen Paten haben, sind beispielsweise Rothirsch und Fasan. Je nach Tier kosten die Patenschaften zwischen 40 und 250 Euro. Die Beiträge investiert der Park in das Wohl der Tiere und die Attraktivität der Anlage. So konnte bereits ein „Ziegeniglu“, eine mobile Rückzugsmöglichkeit, angeschafft werden.
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