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50 illegale Waffen bei Saar-Behörden abgegeben

Wer bis zum Jahreswechsel Schusswaffen zurückgibt, für die der Besitzer keinen Waffenschein hat, geht straffrei aus. Darauf weist die Polizei hin. Säumige sollten deshalb heute die Behörden aufsuchen.

Saarbrücken. Das nach dem Amoklauf von Winnenenden verschärfte Waffengesetz zeigt auch im Saarland Wirkung. Wie ein Sprecher der saarländischen Polizei gestern feststellte, seien in jüngster Zeit im Saarland rund 300 Gewehre, Revolver und Pistolen zurückgegeben worden. Darunter hätten sich auch 50 illegale Waffen befunden.

Ferner sehe das Waffengesetz vor, so der Polizeisprecher weiter, dass auch im Familienbesitz befindliche und gemeldete Waffen nun mit einem Blockiersystem nachgerüstet werden müssten. Vielen sei diese technische Änderung zu teuer, weshalb sie lieber die Pistole oder Büchse zurückgäben. Die dafür zuständigen Behörden seien die Landkreise, bei denen 95 Prozent der Schusswaffen bisher abgeliefert worden seien. Wichtig sei dabei, dass die Übergabe anonym erfolge.

Im Frühjahr hatten Nachforschungen unserer Zeitung ergeben, dass es im Saarland mehr als 150.000 legale Schusswaffen gibt, die in 37.000 Waffenbesitzkarten eingetragen sind. Die meisten Waffen gibt es in den Landkreisen Saarlouis (40.000) und Neunkirchen (30.000). Im Regionalverband sind 25.500, im Kreis St. Wendel 18.600 und im Kreis Merzig 13.000 Waffen gemeldet. Im Durchschnitt kommen auf eine Besitzkarte vier Waffen. Sprecher von Jägern und Schützen hatten sich damals gegen eine Verschärfung des Waffenrechts mit der Begründung ausgesprochen, dass die geltenden Gesetze ausreichend seien.

Nach bislang vorliegenden Zahlen sind bundesweit mehr als 120.000 Waffen bei den zuständigen Behörden abgegeben worden, wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur ddp in den einzelnen Bundesländern ergab. Darunter hätten sich mehr als 10.000 illegale Schuss-, Hieb- und Stichwaffen befunden. Die Zahl der übergebenen Waffen sei in mehreren Ländern im Vergleich zu 2008 deutlich angestiegen, stellten die Behörden fest.
gf
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