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500 Demonstranten "besetzen" Saarbrücken

Saarbrücken. Kapitalismus-Kritiker haben erneut am Samstag in Saarbrücken gegen die Macht der Banken protestiert. Drei Tage nach dem Brüsseler Sondergipfel zur Schuldenkrise in der Euro-Zone hatte die Bürgerbewegung „Occupy Saarbrücken“ zum zweiten Mal zu einer friedlichen Protestkundgebung aufgerufen. An dem Demonstrationszug durch die Saarbrücker Innenstadt nahmen nach Schätzungen der Polizei rund 150 Menschen teil. Bei einer abschließenden Protestkundgebung auf dem St. Johanner Markt versammelten sich nach Polizeiangaben etwa 200 Personen. Die Veranstalter von „Occupy Saarbrücken“ schätzten die Zahl der Teilnehmer auf mehr als 500, was eine Steigerung um 200 Teilnehmer gegenüber der ersten Demonstration am Samstag zuvor bedeutet. Auf Plakaten standen Parolen wie „Schluss mit Bankenzockerei. Auf die Straße“ oder „Diese Person möchte keine Banken retten.“

„Occupy Saarbrücken“-Sprecher David Hupperich wies bei der Kundgebung darauf hin, dass Fahnen und Plakate von Parteien nicht erlaubt seien. „Wir verstehen uns als Bürgerbewegung – wir wollen keine Parteiabzeichen haben“, sagte Hupperich. Vereinzelt hatten Demonstranten Parteifahnen, so etwa von der Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschlands hochgehalten. Laut Augenzeugenberichten wirkte der saarländische Landtagsabgeordnete Markus Schmitt (Grüne) als Demonstrations-„Ordner“ mit.  Zahlreiche Bürger äußerten während der rund eineinhalbstündigen Kundgebung öffentlich ihren Unmut über die Banken- und Finanzwelt. So auch Kevin-Dean Velten (20) aus Trier. Über das Internet habe er schon längere Zeit die Occupy-Bewegung mitverfolgt. Das habe ihn dazu bewegt, an der Saarbrücker Demo teilzunehmen. „Mir reicht es nicht meine Wählerstimme abzugeben. Ich will selbst auch Lösungsvorschläge machen können“, sagte Velten.



Die Organisatoren von „Occupy Saarbrücken“ planen für Samstag, 5. November, die nächste Kundgebung in Saarbrücken. Nach eigenen Angaben besteht die neue Bürgerbewegung aus Privatleuten aller Alters- und Berufsgruppen. Menschen aus dem Saarland, aus Rheinland-Pfalz, Frankreich und Luxemburg beteiligten sich an den Demos.
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