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6. Toughrun: Aus Bexbach wurde „Batschbach“

"Ab in de Batsch" - Toughrun 2016.

Die vier „Teenage Mutant Hero Turtles“ huschen im Ziel vorbei und starten in die nächste Runde. Im Schlepptau haben sie ein paar Österreicher. Dahinter stapft eine Balletttänzerin im Tutu den Berg hinauf, gefolgt von zwei Mädels in einem undefinierbaren Tierkostüm. Am vergangenen Samstag war es wieder so weit: Aus Bexbach wurde „Batschbach“. Neben viel Matsch standen bei der mittlerweile sechsten Auflage des Toughruns die Verkleidungen erneut hoch im Kurs.

Und es waren so viele Menschen wie noch nie, die auf dem Utopion-Gelände im Saar-Pfalz-Park ein ausgiebiges Schlammbad nehmen wollten. Um 11 Uhr machten sich 1100 Teilnehmer auf den 4,3 Kilometer langen und mit Hindernissen gespickten Kurs. Da herrschte noch große Farbenvielfalt. Später konnte davon dann keine Rede mehr sein: Mit Matsch überzogen, in einheitlichem Braun erreichten die Helden das Ziel des „harten Laufs“ – und alle waren sie völlig erschöpft, aber schlichtweg begeistert. „Ab anderthalb Runden merkt man es so richtig“, sagte David Schwarztrauber aus Bexbach , der sich mit einigen Mitstreitern an die 13 Kilometer herangewagt hatte und dabei auf „coole Hindernisse“ stieß. „Die große Naturschlammgrube war mein Highlight“, sagte er und versprach: „Wir sind auf jeden Fall beim nächsten Mal wieder dabei.“

Kurz darauf brachten auch Mike Ganster aus St. Ingbert und Michael Weimann aus Kirkel die spaßigen Strapazen hinter sich – und waren nach ihrem Debüt beim Toughrun begeistert: „Es war saugudd und toporganisiert“, meinte der 45-jährige Mike und ergänzte: „Die vielen Stationen haben richtig Spaß gemacht.“ Wie er versorgte sich auch Michael direkt mit einer Erfrischung und ließ verlauten: „Das Bier schmeckt jetzt umso besser.“ Während die beiden und ihre fünf übrigen Kollegen sich kurz darauf in die Schlange am Currywurststand einreihten, warteten weiter unten auf dem Gelände etliche Teilnehmer darauf, das letzte Hindernis zu überwinden. Und das waren die „Walls of Honor“, die Mauern der Ehre. Auch dort herrschte dichtes Gedränge. Warten war angesagt, doch die Pause kam nach dem kräftezehrenden Lauf sehr gelegen.

„Ich bin an meine Grenzen gestoßen. Aber es war richtig gut“, sagte Dominika Moschel aus Blieskastel. Ihre Laufpartnerin Madeline Klein verriet: „Ich war heute topfit, könnte sogar noch eine Runde laufen.“ Aber alleine macht das Ganze wenig Spaß, wie Thomas Bauerfeld aus Alsweiler zu berichten wusste: „Alle haben sich gegenseitig geholfen. Das macht den Lauf auch einfach aus. Einzelkämpfer sind hier nicht gefragt“, erklärte der 32-Jährige, der zum vierten Mal dabei war. Sein Mitstreiter Ingo Laub gestand: „Im Vorjahr war es doch ein bisschen kühl. Heute war die Sonne draußen, da hat es auf jeden Fall noch mehr Spaß gemacht“, fand der 25-Jährige. Dem konnte Ann-Kathrin Littke aus Saarbrücken nur beipflichten: „Die Stimmung, die Atmosphäre – einfach super. Das ist Sport auf eine andere, aber schöne Art und Weise.“

Nicht nur bei den Toughrunnern, auch bei den Verantwortlichen herrschte hinterher beste Laune: „1100 Teilnehmer sind für uns ein Meilenstein. Wir freuen uns, dass der Lauf immer besser ankommt. Und wir haben uns auch bemüht, noch mehr Schlamm bereitzustellen“, sagte Sabine Theobald von der veranstaltenden Agentur Erlebnisraum.

 
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