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60 Jahre staatliches Glücksspiel im Land

Saarbrücken. Am Freitag war Saartoto nicht einfach Saartoto, sondern die Saarland Sporttoto GmbH. Nahezu jeder Redner nannte bei der Feier zum 60-jährigen Bestehen des Glückspielunternehmens im Saarbrücker Schloss mindestens einmal diesen offiziellen Namen. Das klang zwar etwas distanziert, war aber als ein Zeichen des Respekts für Saartoto, so die geläufige Alltagsbezeichnung, zu verstehen.

Die Gala im großen Saal: ein Stelldichein von Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft. Von Distanz keine Spur. Auf der Bühne: Franziska Reichenbacher als routinierte Moderatorin mit dem Charme einer Lottofee. Das Thema des Festakts: „60 Jahre Saartoto – Glück für das Saarland“. Kein Redner, der nicht die Bedeutung des 1951 auf Initiative des Landessportverbandes gegründeten Unternehmens für das Saarland gewürdigt hätte. Eine Feierstunde auch für die beiden Geschäftsführer Michael Burkert und Jürgen Schreier – und ihre Vorgänger.
Schreier dankte für die breite Unterstützung für das Unternehmen, an dem die Landesregierung und der Landessportverband beteiligt sind. Sein Dank ging auch an 1800 Mitarbeiter in den 350 Annahmestellen im Land: „Sie sind das Rückgrat unseres Unternehmens.“

Vom Glücksspiel als „Vergnügen des kleinen Mannes“ sprach Michael Burkert, der darauf hinwies, dass auch diejenigen von Saartoto profitieren, die keinen Preis gewinnen.
3,9 Milliarden Euro Gesamtumsatz hat das Unternehmen seit seiner Gründung erwirtschaftet. Zum Vergleich: Der saarländische Haushalt liegt jährlich bei etwa 3,3 Milliarden Euro. 1,8 Milliarden an Gewinnen seien bislang ausgezahlt worden, sagte Ministerpräsidentin, Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU), und sie erläuterte, dass 1,5 Millionen Euro für Sport, Kultur, Umweltschutz, Soziales und das Land ausgegeben worden seien.
Kampf mit privaten Anbietern

Die Unionspolitikerin versprach auch Unterstützung beim Ringen um einen neuen Glücksspielstaatsvertrag, der das Engagement der Lottogesellschaften regelt. Ein wachsender Anteil privater Anbieter macht den staatlichen Unternehmen zu schaffen. Die angebotene Hilfe der Politik ist in den Augen von Jürgen Schreier, selbst Minister a.D., und Michael Burkert geboten, um die Reichweite von Saartoto zu erhalten.

Diese Reichweite sprach auch Gerd Meyer, Chef des Landessportverbandes, an: Saartoto hat schon 100 Millionäre im Saarland „gemacht“, wie er berichtete. „Wenn es Saartoto nicht gäbe, man müsste es erfinden“, sagte der frühere Geschäftsführer. Die wirtschaftliche Leistung von Saartoto würdigte er als „imponierende Zahlen, die sehr viel Gutes bewirkt haben“.

„Lieben und geliebt zu werden“
Lottofee Franziska Reichenbacher über Glück, ihren Beruf und das Spiel

Seit 1998 präsentiert Franziska Reichenbacher die Ziehung der Lottozahlen in der ARD. In Saarbrücken moderierte sie am Freitag die Gala von Saartoto. Anschließend erklärte sie SZ-Redakteur Patrick Griesser, was für sie persönlich Glück bedeutet und warum sie auch als Lottofee mittippen darf.

Frau Reichenbacher, erklären Sie doch bitte: Was ist eine Lottofee?
Franziska Reichenbacher: Dieser Titel Lottofee wurde mir sozusagen weitergegeben von meiner Vorgängerin Karin Tietze-Ludwig. Den habe ich so quasi am ersten Arbeitstag mit aufgestempelt bekommen. Es ist natürlich ganz schlicht die Übertragung des Begriffs Glücksfee auf das Lottoglück. Wenn ich ehrlich bin, ist es eigentlich wie ein Name, der nichts weiter bedeutet. Es ist ein sehr schöner Name, der etwas Positives ausdrückt. Trotzdem ist es wichtig, dass man die Person ist, die man ist und dass man nicht hinter so einem Namen verschwindet. Für mich ist es so: Ich bin Franziska Reichenbacher, arbeite als Moderatorin und das wird nun auch Lottofee genannt.

Was ist Glück für Sie persönlich?
Reichenbacher: Tatsächlich denke ich durch diese Sendung häufiger über das Thema Glück nach, als man es normalerweise tun würde. Außerdem werde ich ja dauernd gefragt. Das Thema Glück versuche ich auch immer wieder im Ansatz in meiner Sendung etwas philosophisch zu durchleuchten. Für mich persönlich, und ich glaube das gilt aber auch für alle, ist das ganz große Glück: Zu lieben und geliebt zu werden.

Dürfen Sie als Lottofee eigentlich auch Lotto spielen?
Reichenbacher: Ja. Viele denken ich dürfte nicht Lotto spielen. Aber die Ziehung ist so streng kontrolliert und überprüft durch eine notarielle Aufsicht, dass es nicht möglich ist, zu mauscheln. Es existiert so eine große Sicherheit, dass auch die Moderatorin nichts deichseln könnte.
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