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60-jähriger vor Gericht: Neunkircher soll jahrelang Mädchen missbraucht haben

Zwischen Juli 2003 und März 2008 soll sich ein 60-jähriger Gastwirt aus Neunkirchen an einem Mädchen vergangen haben. Das Kind war damals zwischen elf und 16 Jahre alt, ihre Mutter war mit dem Angeklagten befreundet.

Insgesamt soll es zu 47 Straftaten gegen das Kind gekommen sein, darunter schwerer sexueller Missbrauch und Vergewaltigung mit Schlägen und Morddrohungen. Der Verteidiger erklärte, dass der Angeklagte sexuelle Kontakte gestehe mit der Einschränkung, dass es einvernehmlich geschah und die Geschädigte mindestens 14 Jahre alt war.
Zu seinem Lebenslauf machte der Angeklagte bereitwillig Angaben: Er habe Volksschulabschluss, eine Lehre abgebrochen und danach in verschiedenen Berufen gearbeitet. Zuletzt war er als selbstständiger Dachdecker tätig und betrieb eine Gastwirtschaft. Stolz bemerkt er, dass er kürzlich Großvater geworden sei.

Einige Monate vor dem Prozess hatte der Angeklagte versucht, mit einer Bewährungsstrafe davon zu kommen, indem er ein Schmerzensgeld von 5000 Euro sowie die Zahlung von monatlich 150 Euro für die Dauer von zwei Jahren anbot. Doch damit kam er nicht durch. Weil kein Geständnis von ihm vorlag, hatte das Gericht die Glaubwürdigkeit der Anschuldigungen durch eine Gutachterin beurteilen lassen.

Die Befragung der inzwischen 22-jährigen Frau fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Sie wurde erneut unterbrochen, weil der Angeklagte einen neuen „Deal“ mit dem Gericht heraushandeln wollte und sein Schmerzensgeldangebot aufstockte. Das vom Gericht in Aussicht gestellte Strafmaß von zirka fünf Jahren Haft bei einer Schmerzensgeldzahlung von 30000 Euro bewogen ihn allerdings nicht, nun ein Geständnis abzulegen. Er verlangte vielmehr einige Tage Bedenkzeit.

Die Staatsanwältin sprach aus, was wohl viele im Gerichtssaal dachten: „Wir wollen uns hier nicht an der Nase herumführen lassen.“ Für das Verfahren sind zwei weitere Verhandlungstage vorgesehen. jht
 
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