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70 Prozent der Saarländer zahlen zu viel Nebenkosten

Werner: „Die Zahlen sind nicht repräsentativ. Aber wenn man sie hochrechnet, sind sie natürlich ein deutliches Indiz dafür, dass im Saarland die meisten Mieter betroffen sind.“ Bei dem von ihm bemängelten Abrechnungen ginge es meist um Beträge von 20 bis 200 Euro zu Lasten der Mieter. Der Anwalt: „In Einzelfällen kann es mehr sein.“

:: Darauf sollte man immer achten

Drei Dinge seien besonders oft falsch: 

Die Vermieter berechnen Kosten, die sie gar nicht berechnen dürfen. Werner: „Unkosten können laut Gesetz nur umgelegt werden, wenn sie regelmäßig anfallen.“ Bekämpft ein Vermieter zum Beispiel einmalig eine Taubenplage, kann er die Kosten für den Schädlingsbekämpfer nicht dem Mieter aufs Auge drücken. Kosten sind von Gesetz wegen zwar umlegbar, doch der Vermieter hat vergessen, sie in den Vertrag aufzunehmen. Dann muss der Mieter nichts zahlen. Der Anwalt: „Ein Beispiel dafür ist die Grundsteuer.“ Also auch wer als Vermieter einen Vertrag aufsetzt, sollte sich beraten lassen.

Der Vermieter weist korrekte Positionen aus, berechnet die Summe aber falsch. Stichwort Verteilungsschlüssel: Demnach werden Unkosten wie Grundsteuer anteilig auf die Wohnfläche umgelegt, wenn der Vertrag nichts anderes regelt. Ist etwa die eigene Wohnung 40 Quadratmeter groß, kann der Vermieter nicht für die Kosten für 50 Quadratmeter verlangen. Der Rat des Experten: Vor der Unterschrift den Vertrag durchchecken. Denn, so Werner: „Die meisten Unfälle passieren am Schreibtisch.“
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