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70 neue Stellen bei Eberspächer Neunkirchen

Von SZ-Mitarbeiter Udo Rau

Esslingen. „Wir haben die Krise überstanden und die Stammbelegschaft gehalten. Deshalb konnten wir nach Wiederanspringen der Pkw-Nachfrage auch sofort liefern.“ Thomas Wünsche (Foto: Rau), Leiter des Abgassystem-Bereichs des Esslinger Familienunternehmens, strahlt Optimismus aus. 2011 werden Umsatz und Stückzahl der Abgas-Systeme um jeweils rund 20 Prozent zulegen. Der Umsatz wird über eine Milliarde Euro liegen. Aus Neunkirchen beliefert Eberspächer fast alle großen deutschen Autohersteller wie BMW, Audi, VW und Mercedes-Benz.

Neunkirchen ist Zentrum des größten Unternehmensbereichs, der Abgastechnik (Gesamtumsatz: 1,6 Milliarden Euro). Längst wird aber auch in anderen Ländern „vor Ort“ produziert, weil bei allzu langen Transportwegen die Kosten wegen der Sperrigkeit der Abgas-Systeme zu hoch wären. keine allzu kostenmäßig verträgt. Angesichts der boomenden deutschen Autoindustrie und vor allem der exportstarken Premiumkunden der Neunkircher sieht Wünsche die Arbeitsplätze am saarländischen Standort mittelfristig als stabil an. Aktuell werden dort circa 1800 Mitarbeiter beschäftigt: Seit Jahresbeginn kamen wegen gestiegener Auftragseingänge rund 70 neue Stellen hinzu. Die Investitionen laufen weiter in Höhe der Abschreibungen, werden aber nicht beziffert. „Wir müssen ständig zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit an der Verbesserung der Fertigungsstrukturen des 50 Jahre alten Werkes arbeiten“, sagt Wünsche. Heute liefert Eberspächer aus Neunkirchen zu 80 Prozent an die Auto- und zu 20 Prozent an die Nutzfahrzeugindustrie.

Wegen der Elektro-Mobilität machen sich Wünsche und der geschäftsführende Gesellschafter Heinrich Baumann keine Sorgen. Ein E-Mobil brauche zwar kein Abgassystem. Baumann sieht aber die Elektroflitzer nur in Megastädten auf dem Vormarsch, und nciht dort, wo große Distanzen über Land zurückgelegt werden. Aber „auch bei der Elektro-Mobilität sind wir mit unseren Fahrzeugheizungen dabei und werden die passenden Angebote haben. Bei der Beheizung von Elektroautos sind wir Weltmarktführer“, so Baumann. Und: „Im schweren Nutzfahrzeugbereich ist Elektroantrieb kein Thema.“ Die Abgas-Systeme für Verbrennungsmotoren mit heute 80 Prozent Umsatzanteil blieben noch lange das Kerngeschäft. 

Der Umsatz von Eberspächer stieg nach einem starken Einbruch 2009 im vorigen Jahr um 44 Prozent auf knapp zwei Milliarden Euro. In vier bis fünf Jahren will man bei überdurchschnittlichem Wachstum rund vier Milliarden Euro erzielen. Derzeit wird ein starkes Expansionsprogramm in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro vor allem im Ausland vorangetrieben. Nach einem Verlust von 63 Millionen Euro in 2009 wurden 2010 rund 34 Millionen Euro Gewinn gemacht. Die Rendite liegt bei 1,8 Prozent – zu wenig. „Wir brauchen drei Prozent“, sagt der geschäftsführende Gesellschafter Martin Peters. Die Mitarbeiterzahl (2010: 5637) soll 2011 auf rund 6000 steigen. Für dieses Jahr werden 2,5 Milliarden Euro Umsatz und ein Gewinn auf dem Niveau des Vorjahres erwartet.
 
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