L 365, Vollsperrung für Fahrzeuge ab 7,5 Tonnen in der Ortsdurchfahrt Sitzerath, aufgrund eines liegengebliebenen Schwertransportes Für Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen besteht keine Vollsperrung. (19.09.2017, 01:43)

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80 000 Euro Schaden pro Jahr bei bei Einbrüchen in Schulen

Nachrichten aus der Region Saarbrücken.

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Regionalverband. Dass Einbrechern neulich im Völklinger Albert- Einstein-Gymnasium 400 Euro in die Hände fielen, war sozusagen ein Betriebsunfall. Die Mitarbeiter der etwa 70 Schulen in der Verantwortung des Regionalverbandes Saarbrücken – Gymnasien, Gemeinschafts-, Förder- und Berufsschulen – sind nämlich strikt gehalten, Bargeld in die sicheren Tresore zu schließen und nicht in Schreibtischen liegen zu lassen. In diesem Fall aber – es war Geld für eine Klassenfahrt – habe eine Bedienstete diese Vorschrift nicht beachtet, sagt Günter Henrich, der technische Leiter des Gebäude- und Betriebsmanagements Schulen des Regionalverbandes.

Nach seinen Schilderungen war dieser Einbruch aber gar nicht typisch. Meist werde bei den Einbrüchen ein Schaden von 2000 bis 3000 Euro an Fenstern und Türen angerichtet, übers Jahr gesehen 40- bis 80 000 Euro, weil die Täter keine Profis und damit nicht in der Lage seien, Schlösser zu öffnen, ohne sie zu beschädigen. Diesen hohen Materialschäden, auch durch Vandalismus, stehe eine extrem geringe Beute „gegen null Euro“ entgegen, eben weil in Schulen kein Geld aufbewahrt werde, und wenn, dann in sicheren Schränken. „Schulen sind Orte, wo nichts zu holen ist“, sagt Henrich. Ab und zu ließen die Einbrecher, wohl „aus Verzweiflung“, ein Päckchen Kaffee oder einen Computer mitgehen. Diese Geräte seien aber wegen ihres Alters oder ihrer schulspezifischen Ausstattungen für die Täter „kaum etwas wert“. Nach Erkenntnissen der Polizei werden Schuleinbrecher oft von der Verlockung verleitet, kaum auf frischer Tat erwischt zu werden. Denn die Gebäude sind nachts und an Wochenenden fast alle unbewacht. Wie Sprecher Georg Himbert sagt, würden die Taten gern „aus der Gruppe heraus“ begangen, um etwas zu erleben oder um eine Mutprobe zu bestehen. Die Einbrecher seien auch oft auf diese Schulen gegangen. Sicherheitsdienste im Einsatz Der Regionalverband lässt nach Worten von Henrich inzwischen aber mehrere Schulen, wo es zu Einbruchsserien kam, von privaten Sicherheitsdiensten bewachen. Dies verursache zwar Kosten von mehreren hundert Euro pro Objekt und Monat, sei aber erfolgreich.

Wenn Täter ermittelt würden, was ziemlich oft geschehe, bestehe der Regionalverband als Geschädigter auf Wiedergutmachung. Die Einbruchsschäden würden meist von den Versicherungen übernommen, unter dem Strich schmerze aber der hohe Aufwand bei der Erfassung und Abwicklung. Und so wie ein Haushalt nach einem Einbruch unter der Verletzung der Privatsphäre leide, so werde auch die Schulgemeinschaft von Eindringlingen spürbar gestört.

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