B423 Stadtgebiet Blieskastel, Zweibrücker Straße bis Saar-Pfalz-Straße Zwischen Blieskastel und Aßweiler Vollsperrung, Baustelle bis 28.10.2017 06:00 Uhr Zwischen Ortsausgang Blieskastel und Ortseingang Biesingen (09.10.2017, 06:27)

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800 bei Anti-Atom-Demo in Saarbrücken

Saarbrücken. Die Oberbürgermeisterin kommt klimaneutral mit dem Fahrrad zum Montagsspaziergang. Charlotte Britz schiebt das grüne Rad über den St. Johanner Markt in Saarbrücken. Fehlt nur noch der „Atomkraft? Nein danke“-Aufkleber. Den gibt es wenige Minuten später aufs Schutzblech des Hinterrades. Die SPD-Politikerin im Wahlkampf ist nicht allein. Über 800 Menschen folgten dem Aufruf, ihre Stimme gegen die Atomkraft zu erheben. Die meisten tun es deutlich vernehmbar.

Politiker von SPD, Linke und den Grünen sind unter den Demonstranten. Umweltministerin Simone Peter (Grüne) marschiert mit. Am 15. April will sie das Atomkraftwerk im lothringischen Cattenom besuchen, „Man muss sich selbst ein Bild machen“, sagt sie und ist sicher: „Das Thema wird die Region nicht so schnell loslassen.“

Darauf setzt auch Mathias Huth, einer der Initiatoren des Montagsspaziergangs. Natürlich hege er die Befürchtung, dass der Protest nachlasse, sagt Huth – sollten die Bilder vom außer Kontrolle geratenen Atomkraftwerk in Japan im Fernsehen und Internet weniger werden.

In der Woche zuvor waren noch 1100 Menschen gegen Atomkraft auf der Straße. Bei den ersten Demonstrationen im Oktober 2010 zählte die Polizei 200 Teilnehmer. Damals ging es noch gegen die geplante Laufzeitverlängerung. Das mittlerweile verkündete Moratorium der Kanzlerin, die dreimonatige Pause der Laufzeitverlängerung, sieht Huth als Schonfrist. Er will mehr und fordert die Demonstranten auf, montags weiter durch die Stadt zu marschieren, „bis die Frage der AKW gelöst ist“. pg

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