A620 Saarbrücken Richtung Saarlouis AS Saarlouis-Mitte Baustelle, Ausfahrt gesperrt bis 22.12.2017 16:00 Uhr (13.11.2017, 11:43)

A620

Priorität: Dringend

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A 623: Neue Fahrbahn in nur 83 Stunden

Saarbrücken. Gestern morgen fünf Uhr: Pünktlich zum Berufsverkehr hat sich die A 623 zwischen Dudweiler und Saarbrücken wie neu präsentiert. In nur 83 Stunden hatte der Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) Fahrbahnschäden auf einer Strecke von 3,7 Kilometern behoben.


Arbeiten die ganze Nacht über

Rund um die Uhr arbeiteten die Männer, damit der Berufsverkehr nicht beeinträchtigt wird. Der Startschuss war am vergangenen Freitagabend mit der Vollsperrung der Autobahn ab der Auffahrt Dudweiler gefallen. Um 18 Uhr rollten neun bis zu 2,20 Meter breite Fräsen, 43 Sattelzüge und sieben Kehrmaschien heran. Die ganze Nacht über arbeiteten 77 Mann auf Hochtouren, auf drei Streckenabschnitten gleichzeitig. Bis zu 15 Zentimeter tief frästen die Maschinen 27 000 Quadratmeter Asphalt und Binderschicht heraus. 5500 Tonnen Fräsgut mussten von der Baustelle zur Aufbereitung abgefahren werden. Am frühen Samstagmorgen gegen 5.30 Uhr rückten die Fräsen nach geleisteter Arbeit planmäßig ab. Zum Schichtwechsel begannen die Asphaltkolonnen ihre Arbeit. 71 Mann mit 35 Sattelzügen, vier Asphaltfertigern und neun Walzen übernahmen den lagenweisen Einbau des Asphaltmischgutes. Bis 17.30 Uhr war die erste Lage – die Binderschicht – eingebaut. Nachdem diese ausgekühlt und ausgehärtet war, folgte am Sonntag ab sieben Uhr der Einbau der Fahrbahndecke aus Splittmastix-Asphalt. Damit waren die Arbeiter gegen 19 Uhr fertig.


Logistische Herausforderung für alle Beteiligten

Logistische Herausforderung Der Mariä-Himmelfahrt-Morgen begann für elf Mann um sieben Uhr mit Fahrbahnmarkierungsarbeiten. Sie hatten ihre Arbeit bis 15.30 Uhr erledigt. Danach folgte eine weitere Abkühlphase für den Asphalt, die bis gestern in den frühen Morgen andauerte.

„Eine Baustelle dieser Größenordnung ist eine logistische Herausforderung für alle Beteiligten“, betonte LfS-Chef Michael Hoppstädter. „Stillstand oder Ausfall im Fahrzeug- und Maschinenpark oder ein Ausfall der Mischanlagen können dabei die Zeitplanung auf den Kopf stellen. An diesem Wochenende hat aber alles gepasst. Und auch das Wetter hat mitgespielt.“

Bis zu 35 000 Fahrzeuge täglich

Rund eine Million Euro hat der Landesbetrieb in die Maßnahme investiert. Die Kosten trägt der Bund. Am kommenden Wochenende geht es in umgekehrter Richtung zwischen Rodenhof und Herrensohr weiter. Eine Vollsperrung der Strecke wird dabei nicht erforderlich. Vorgesehen ist zunächst die Sanierung der Normalspur mit Sperrung der Anschlussstelle Herrensohr. Der Verkehr wird dann halbseitig an der Baustelle vorbei geführt. Die A 623 erschließt Saarbrücken aus nördlicher Richtung und ist mit bis zu 35 000 Fahrzeugen im täglichen Mittel wichtiger Bestandteil des saarländischen Verkehrswegenetzes. Insbesondere im Berufsverkehr ist die Strecke unverzichtbar, erklärte der LfS-Chef. Daher hatte der Landesbetrieb die Sanierungsarbeiten auf das verkehrsarme verlängerte Wochenende gelegt.

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