Saarland: Rappweiler, Merziger Straße/ L 157: Vollsperrung nach Verkehrsunfall, Ölspur (04:40)

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A 8 soll ab Ende 2018 über mehr als sechs Kilometer Strecke verbreitert werden

. Während das ganze Saarland gebannt auf die Vollsperrung der A 6 an der Fechinger Talbrücke schaut, arbeitet der Landesbetrieb für Straßenbau bereits zeitgleich an einem weiteren Großprojekt. Dabei geht es um die „grundhafte Erneuerung“ des A-8-Streckenabschnitts zwischen Neunkirchen-Oberstadt und Kirkel-Limbach, wie die LfS-Ingenieure es ausdrücken. Mehr als sechs Kilometer über das Neunkircher Autobahnkreuz hinaus, über das jeden Tag etwa 50 000 Fahrzeuge fahren, wie der LfS jetzt mitteilte. Das sind etwa 10 000 Fahrzeuge mehr, als vor der Vollsperrung täglich über die Fechinger Talbrücke rauschten. „Eine für saarländische Autobahnen hohe Verkehrsdichte“, teilte der Landesbetrieb mit.

Auslöser der Planungen für eine Verbreiterung des Streckenabschnitts sei der „historisch bedingte unterdimensionierte Aufbau“ der A 6 bei Neunkirchen . Die B 10 wurde Ende der 60er Jahre zur Autobahn 170 ausgebaut und ab 1975, „wegen ihrer transnationalen Bedeutung“ zur A 8 hochgestuft, wie der LfS berichtet. Was der LfS nicht so deutlich macht in seinem Bericht: Offenbar wurde die „transnationale Bedeutung“ der Autobahn 170 erst später erkannt, denn sie verbindet Luxemburg mit Österreich, mit Unterbrechung zwischen Pirmasens und Karlsruhe. So wurde „unterdimensioniert“ gebaut, von der Parole der jetzigen CDU/SPD-Landesregierung „Großes entsteht immer im Kleinen“ war man damals weit entfernt. Das hat jetzt zur Folge, dass wesentliche Mängel den aktuellen Verkehrsfluss auf dieser europäischen Transversale behindern: nur acht Meter Breite auf Brücken, 11,70 Meter auf freien Strecken und 12,50 Meter an Auf- und Abfahrten. „Standstreifen sind derzeit durchgängig nicht vorhanden oder zu schmal“, beklagt der LfS.

Zudem mussten ständig die Asphaltbeläge ausgebessert werden, weil offenbar der gesamte Aufbau der Fahrbahnen den 50 000 Fahrzeugen täglich nicht standhält. „Die angewandten Sanierungsverfahren wurden den nachhaltigen Ansprüchen nicht gerecht“, schreibt der LfS.

Deshalb die Erneuerung der A 8, die ab Ende 2018 beginnen soll. Dabei sollen die Fahrbahnen so verbreitert werden, dass bei Sperrung einer Richtungsfahrbahn auf der anderen Seite immer zweistreifig im Gegenverkehr gefahren werden kann. Es sollen 16 Bauwerke teilweise ersatzlos abgerissen, saniert oder neu gebaut werden. Dazu zählt der Ersatzneubau der Landertalbrücke, der eine Trassenverschiebung der Autobahn erforderlich mache, so der LfS. Wenn alles fertig ist, sollen weniger Unfälle, Staus und Umweltbelastungen gezählt werden können, hieß es. Vorher muss allerdings noch geprüft werden, ob die Baumaßnahme auch den Naturschutzgebieten Kasbruch, Limbacher und Spieser Wald zuträglich ist.

Eine Infoveranstaltung des LfS zu der zukünftigen Großbaustelle findet am Mittwoch, 18 Uhr, in der LfS-Kantine, Peter-Neuber-Allee 1, Neunkirchen statt.

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