A623 Friedrichsthal Richtung Saarbrücken Zwischen AS Saarbrücken-Herrensohr und Einmündung Rodenhof Bauarbeiten, linker Fahrstreifen gesperrt, Stau zu erwarten bis 19.10.2017 05:00 Uhr (17.10.2017, 16:49)

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ADFC: Franzenbrunnen soll weitgehend autofrei sein

Saarbrücken. „Junge Familien, die nach Saarbrücken ziehen, sind entsetzt, wie wenig hier für ökologische Lebensführung getan wird“, sagt Jan Messerschmidt, Unternehmer und Mitglied des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs (ADFC) in Saarbrücken. Der leidenschaftliche Radfahrer fordert, das in Alt-Saarbrücken geplante Neubauviertel Franzenbrunnen müsse weitgehend autofrei sein. Zwar sollen Autos zum Be- und Entladen vorübergehend an die Häuser fahren dürfen, geparkt würden sie aber auf zentralen Stellplätzen oder in Parkhäusern außerhalb des Viertels.

Messerschmidt verweist auf Beispiele, wo dies gelungen sei: in Freiburg das Vauban-Quartier auf einem ehemaligen Kasernengelände der Franzosen, in Tübingen (Französisches Viertel) und die Saarlandstraße in Hamburg. Saarbrücken könne sich mit einem ähnlichen Projekt in die Reihe solcher Vorbilder einreihen und bundesweit etwas für sein Ansehen tun, glaubt Messerschmidt. Er behauptet, dass nichts die Menschen in der immer noch „auto-zentrierten“ Stadt derart beschäftige wie Verkehrsprobleme. Messerschmidt ist allerdings nicht sicher, ob die von der Stadt engagierten Planungsbüros zum jetzigen Zeitpunkt in der Lage oder willens sind, das neue Wohngebiet mit wenigen Parkplätzen zu entwerfen.

Baudezernentin Rena Wandel-Höfer widersprach dieser Einschätzung im Gespräch mit der Saarbrücker Zeitung. Die Planer seien erfahren und sehr wohl über die Konzepte, etwa von Freiburg, im Bilde. Es bleibe aber die Frage, ob und in welchem Ausmaß in Saarbrücken ein solches Modell erwünscht und machbar sei. Der Franzenbrunnen solle ein gutes Wohnquartier mit hohem Freiflächenanteil und wenig Durchgangsverkehr werden. Die Verbannung von Autos weg von den Häusern sei „nicht das erklärte Programm“, allerdings auch vorstellbar. Wandel-Hoefer: „Ich glaube aber nicht, dass es sich fürs ganze Gebiet eignet.“ Messerschmidt widerspricht: „Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass es sich realisieren lässt.“

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