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Ab 16 Uhr keine Security mehr auf Saarbrückens Bahnhof

Die Deutsche Bahn hat gestern nicht dementiert, dass sie das bahneigene Sicherheitspersonal am Saarbrücker Eurobahnhof reduziert hat. Die Saar-Grünen kritisieren die Maßnahme und fordern deren Rücknahme.

Saarbrücken. Die Saar-Grünen haben gestern die Deutsche Bahn (DB) aufgefordert, den Abbau des Sicherheitspersonals am Saarbrücker Eurobahnhof (Hauptbahnhof) zurückzunehmen. Die Eisenbahner-Gewerkschaft Transnet hatte zuvor kritisiert, dass die Sicherheit der Reisenden und der Beschäftigten im Eurobahnhof Saarbrücken gefährdet sei, weil die DB seit Jahresanfang die Präsenz von Sicherheitskräften dort deutlich reduziert habe.

Demnach war der Hauptbahnhof Saarbrücken bisher täglich von 6 bis 22 Uhr mit Bahn-Sicherheitskräften besetzt, seit Jahresbeginn jedoch nur noch von 6 bis 16 Uhr, so Transnet (die SZ berichtete). Die Saar-Grünen erklärten, die Sicherheit der Reisenden müsse auch nach 16 Uhr durch den Bahnsicherheitsdienst gewährleistet werden und dürfe nicht allein auf die Bundespolizei abgewälzt werden. Grünen-Generalsekretär Markus Tressel: "Die Bahn muss an einem derart frequentierten Ort dafür sorgen, dass ausreichend Sicherheitspersonal zur Verfügung steht. Die Bahn wäre gut beraten, diesen Schritt rückgängig zu machen."

Ein Sprecher der Deutschen Bahn dementierte die Transnet-Darstellung nicht. "Aus Sicherheitsgründen werden wir zu festen Einsatzzeiten und -stärken keine Angaben machen", so der Sprecher. Der Einsatz der Sicherheitsleute erfolge primär während der Rush-Hour, der Abend- und Nachtstunden, an Wochenenden und bei "besonderen Sicherheitslagen" in Abstimmung mit der Bundespolizei. Ein Bundespolizeisprecher sagte der SZ, man habe das neue DB-Sicherheitskonzept im Dezember zur Kenntnis genommen. "Wenn wir gravierende Einwände gehabt hätten, hätten wir ein Veto eingelegt", so der Sprecher.

Die Bundespolizei sei weiterhin 24 Stunden täglich vor Ort am Saarbrücker Eurobahnhof. Im Moment seien keine besonderen Gefährdungslagen in Sicht. Wenn allerdings die Spielzeit der Fußballligen wieder beginne, sei mit Beeinträchtigungen durch Fußball-Rowdies zu rechnen. Darauf seien die Einsatzkräfte der Bundespolizei jedoch bestens vorbereitet, erklärte der Sprecher der Bundespolizeidirektion in Bexbach weiter. dik

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