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Ab 2012 noch mehr Action im Merziger Musikzelt

»Musik & Theater Saar«-Chef Joachim Arnold ist zu Beginn seiner aktuellen Saison auf klarem Expansionskurs.

»Musik & Theater Saar«-Chef Joachim Arnold ist zu Beginn seiner aktuellen Saison auf klarem Expansionskurs.

Merzig. Think big: Ja, Joachim Arnold denkt gerne groß. Und seit er an der Zürcher Oper Marketingdirektor war und mittlerweile zum künstlerischen Leiter der Opernfestspiele in St. Magarethen und auf Schloss Esterhazy (gute 40 Autominuten von Wien) avancierte, haben sich die Maßstäbe des Kulturmachers nochmal verschoben. Das gilt vor allem für sein eigenes Unternehmen „Musik & Theater Saar“, mit der Oper im Zelt“, den Kammermusiktage in Mettlach, die diesen Sonntag mit Geigerin Lena Neudauer, Julian Steckel (Cello) und Daniel Heide (Klavier) beginnen und dem Klassik-Open Air am Losheimer Stausee. Die diesjährige Saison soll nach Arnolds Vorstellungen die letzte sein nach bewährtem Muster mit den Kammermusiktagen als Auftakt, Open Air im Juli und im August nochmal eine gute Woche Zeltoper.

30 bis 40 Vorstellungen von Juli bis September

2012 aber soll von Anfang Juli bis Ende September im Merziger Zelt was los sein – ensuite. 30 bis 40 Vorstellungen, verspricht der 46-Jährige. Busse aus Trier, Koblenz, Luxemburg sollen das Merziger Kulturzelt ansteuern, „wo wir den Leuten richtig was bieten werden, mit schicker Gastronomie, man kann flanieren zwischen den Zelten und und und.“ Da hat sich einer was vorgenommen. Aber nach einem Vierteljahrhundert Kammermusiktage und 17 Jahren Zeltoper, drängt es Arnold nach Veränderung: „Wir wollen jetzt einfach wissen, ob das möglich ist“. Was hieße, statt bislang 8000 Besucher 30 000 bis 40 000 Besucher nach Merzig zu locken.

Künstler längerfristig verpflichten

Was er spielen wird, hält er noch unter Verschluss. Vielleicht wird's auch eine Uraufführung, ein Musical oder Vergleichbares sein. Opern jedenfalls, wie in diesem Jahr Mozarts sinnenfroher-sittenloser „Don Giovanni“ (ab 5. August), dem Bühnenbildner Stephan Mannteuffel einen riesigen Rohbau ins Zelt stellt, werden nicht mehr zwingend auf dem Plan stehen. Noch diesen Sommer will Arnold sein Programm 2012 präsentieren. Soll doch keiner sagen, so der Zelt-Chef, „unsere Pakete seien nicht rechtzeitig geschnürt, und man kann sie nicht frühzeitig touristisch vermarkten.“ Er knüpft freilich auch selbst eifrig Marketingnetzwerke, arbeitet nun etwa mit dem Dienstleister ,,Ticket regional“ zusammen. Der 46-Jährige mit Künstlerherz und geschäftstüchtigem Managerverstand kalkuliert sein ausgeweitetes Kulturangebot so: „Richtig teuer ist eine Produktion am Premierentag. Je öfter sie gespielt wird, desto besser rechnet sie sich“. Und korrekt ist: Kosten etwa fürs Bühnenbild ändern sich kaum, ob man nun sieben oder acht Mal (wie bisher) spielt oder 40 Mal. Auch für die gesamte Vorarbeit wie Proben gilt das. Ein Risiko bleibt: Arnold muss Sänger, Musiker, Bühnentechnik nun über einen längeren Zeitraum verpflichten.

Und sie also auch bezahlen, falls die Besucher ausbleiben. Arnold freilich ist optimistisch, die Besuchermaximierung zu schaffen. Dazu will er auch deutlich mehr Geld im Marketing investieren, und mit möglichst vielen Partnern die Wirkung noch potenzieren. Was ihm langfristig vorschwebt, ist, mit seinem Zelt einen Veranstaltungsort zu etablieren, der attraktiv genug ist für einen Tagesausflug im Umkreis von 150 Kilometern. Schau'n wir also mal, wie gut das Zelt zieht.

Auf einen Blick

Die Kammermusiktage in der Alten Abtei Mettlach beginnen diesen Sonntag, 11 Uhr, mit dem Konzert von Julian Steckel, Lena Neudauer und Daniel Heide. Zwölf Konzert stehen bis 28. August auf dem Programm.

Am 2. Juli, 20 Uhr, spielt die Deutsche Radio Philharmonie mit Simon Gaudenz am Pult beim Losheimer Klassik Open Air. Das Programm reicht von „Westside Story“ bis zu Liszts „Totentanz“.

Vom 5. bis zum 14. August ist im Merziger Opernzelt Mozarts „Don Giovanni“ zu erleben. Aurelia Eggers inszeniert, Daniel Raiskin hat die musikalische Leitung. red

Karten und Infos unter Tel. (06861) 99 100 und im Internet: :: www.musik-theater.de

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