L125 Neunkirchen Richtung Saarbrücken-Johannisbrücke Kreuzung Neunkirchen-Sinnerthal Vollsperrung, Bauarbeiten bis 01.05.2018, eine Umleitung ist eingerichtet Die Sperrung erfolgt aufgrund von Sanierungsarbeiten am Brückenbauwerk und der Fahrbahn im Bereich "Plättches Dohle" (18.04.2017, 10:58)

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Ab 2015 soll Saarbrückens Luft sauber sein

In der Landeshauptstadt herrscht dicke Luft. Das soll sich ändern.

In der Landeshauptstadt herrscht dicke Luft. Das soll sich ändern.



Saarbrücken. Seit die Luftverschmutzung gemessen werde, nämlich seit 1983, sei die Schadstoffbelastung der Luft, die in Saarbrücken eingeatmet wird zurückgegangen. Das war eine der guten Nachrichten, die die saarländische Umweltministerin Anke Rehlinger gestern hatte. Mit Feinstaub gebe es zum Beispiel in der Landeshauptstadt keine Probleme. Deshalb sei es auch nicht notwendig, die Saarbrücker Innenstadt zur Umweltzone zu machen, in die nur Autos mit moderner Technik dürfen. Ein Schadstoff, das erklärten Rehlinger und Saarbrückens Umweltdezernent Kajo Breuer gestern, mache noch Probleme: Stickstoffdioxid. Der Stoff könne unter anderem zu Entzündungen der Atemwege, zu Allergiene oder der Verstärkung von Allergien führen, erklärte die Ministerin. Der europaweit festgelegte Grenzwert liegt bei 40 Mikrogramm.

In Saarbrücken werden mitunter bis zu rund 43 Mikrogramm gemessen. Drei Mikrogramm zu viel, das sind zwar nur 0,000003 Gramm, und die Überschreitung sei „im Vergleich zu anderen deutschen Großstädten als gering zu bewerten“, sagt das Ministerium, dennoch müsse gehandelt werden. Ein Luftreinhalteplan musste her. Vor zweieinhalb Jahren haben die Experten von Land und Stadt mit der Arbeit an diesem Plan begonnen. Nun ist er fertig. In den kommenden Tagen wird er im Umwelt- und im Bauausschuss des Stadtrats beraten. Vom 31. August bis zum 15. Oktober wird der Plan öffentlich ausgelegt (Informationen dazu gibt es im Internet unter www.saarland.de/luftreinhalteplan.htm).

Bürger können den Plan einsehen und „sich in die Diskussion einbringen“, sagt die Ministerin. Wobei die Fachleute das Problem klar erkannt haben, versichern Rehlinger und Breuer. An vier Stellen in Saarbrücken sind die Stickstoffdioxid regelmäßig über dem Grenzwert: Im Bereich der Brückenund der Breite Straße in Malstatt, im Bereich der Viktoria-, Eisenbahn- und Stengelstraße, in der Kaiser- und Dudweilerstraße sowie an der Kreuzung Mainzer/Paul-Marien-Straße. „Als Hauptverursacher konnte ganz klar der Verkehr identifiziert werden“, sagt die Ministerin. Der Verkehr Verursache mehr Stickstoffdioxid als das Gewerbe und die Gebäudeheizungen. Und unter allen Fahrzeugen seien es vor allem die Linienbusse, die für die Luftverschmutzung sorgen. Die Saarbrücker Busse der Saarbahn&Bus GmbH seien zwar zum größten Teil bereits auf schadstoffarme Technik umgerüstet, aber die Fahrzeuge anderer Unternehmen noch nicht in ausreichendem Maß.

Die Ministerin rät daher Unternehmen wie etwa der Regionalbus- GmbH, die bereits schadstoffarm fahrenden Bus gezielt im Stadtgebiet einzusetzen und dafür zu sorgen, dass immer mehr Busse technisch auf dem neusten Stand sind. Darüber hinaus wollen Stadt und Land den Nahverkehrsverbund stärker fördern, den Radverkehr stärken und Menschen zum Zufußgehen auf kleineren Strecken motivieren. Außerdem soll der Verkehrsfluss verbessert werden. Rechne man dann noch dazu, dass wegen der bundesund europaweit verschärften Regelungen für Autos, generell weniger Schadstoffe ausgestoßen werden, dann könne man 2015 auch die Grenzwerte für Stickstoffdioxid einhalten, sagen Rehlinger und Breuer.

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