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Ab ins Ausland: American Field Service Homburg macht's Schülern möglich

Homburg. Fremde Kulturen und neue Menschen kennenzulernen ist die Antriebskraft tausender Schüler, die sich jährlich für ein Austauschjahr bewerben. In Deutschland gibt es mehrere Organisationen, die den Schülern bei der Erfüllung ihres Wunsches helfen. Eine davon ist der American Field Service (AFS), der auch ein Büro in Homburg hat. Junge Amerikaner, die in den zwei Weltkriegen freiwillig Krankentransporte übernahmen, gründeten den AFS mit der Idee, dass Konflikte vermieden werden könnten, wenn jungen Menschen die Möglichkeit gegeben wird, ins Ausland zu gehen, um andere Kulturen kennenzulernen. In Homburg kümmern sich die Mitarbeiter um die Gastschüler und Gasteltern und übernehmen ehrenamtlich die Organisation von Veranstaltungen.

Gastfamilienvorbereitung  im Homburger Haus

So manches Mal kann man die für uns fremde Welt auch schmecken, wenn die Gastschüler selbstgemachte Köstlichkeiten aus ihrer Heimat anbieten. Im Homburger Haus in der Spelzenklamm findet auch die Gastfamilienvorbereitung statt, wenn sich eine Familie entscheidet, einen Schüler aus einem von 50 Ländern aufzunehmen.

Viele bleiben „ihrer“ Austauschorganisation verbunden. So wie Martin Kößler (61) aus Homburg, der 1966/67 mit dem AFS in Iowa/USA war. Bis Anfang der 70er Jahre waren die USA einziges Ziel der Schüler, mittlerweile geht es auch in Länder wie Russland, Australien, China, Indien und noch einige mehr.

Früher, wie auch heute, findet eine Auswahl statt, bevor die Schüler ihre große Reise antreten können. Heute gibt es Vorbereitungen, bei denen mit Spiel und Spass „getestet“ wird wie flexibel und sozial ein Kind ist. Dabei spielen die Schul-Leistungen eine untergeordnete Rolle.

Bindungen  zwischen Gasteltern und  -kindern meist fürs Leben

„Früher“, so erinnert sich Martin Kößler, „saß man bei der Auswahl an einem langen Tisch mit sechs Leuten vom Komitee und wurde ausgefragt.“ Für die, die diese Hürde schafften, ging es dann mit einem „Anzug bekleidet in eine Professorenvilla und da wurde dann geschaut, ob man sich benehmen kann“, so die Erinnerungen des ehemaligen Austauschschülers. Während es heute per Flugzeug in die Ferne geht, fuhr der damals 18-Jährige mit dem Schiff von Rotterdam nach New York.

Wie prägend so eine Erfahrung ein Leben lang sein kann, zeigt die Tatsache, dass auch alle fünf Kinder von Martin Kößler am Austausch in die Länder Norwegen, Spanien, Island, Malaysia und die USA teilgenommen haben. Einmal mit dem Austausch-Virus infiziert, nahm Familie Kößler in den vergangenen Jahren auch vier Gastschüler in ihre Familie auf. Diese Bindungen zwischen Gasteltern und den Kindern „auf Zeit“ bleiben meist ein ganzes Leben bestehen. Eine ganz besondere Beziehung ging Leo aus Chile, einer der Austauschschüler bei den Kößlers, mit Gastschwester Franziska ein – sie sind mittlerweile verheiratet. con

Wenn Sie sich vorstellen können, einem Gastschüler aufzunehmen, erhalten Sie Infos bei Karsten Wottgen unter (06 11) 50 48 49 02.

Auf einen Blick

Seit 1948 haben weltweit 350 000 Jugendliche und Gastfamilien an den Programmen von AFS teilgenommen. Heute ist AFS die größte und älteste gemeinnützige Jugendaustauschorganisation weltweit. con

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