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Ab neun Mitarbeitern: Datenschutz-Experte in Firmen Pflicht, sonst droht Strafe

 In vielen Unternehmen gibt es keinen Datenschutzbeauftragten. In Firmen ab neun Mitarbeitern ist dies jedoch Pflicht.

In vielen Unternehmen gibt es keinen Datenschutzbeauftragten. In Firmen ab neun Mitarbeitern ist dies jedoch Pflicht.

Als der Autobesitzer Jürgen L. (Name geändert) seinen Wagen aus der Werkstatt holen und das Leihfahrzeug zurückgeben wollte, staunte er nicht schlecht. Der Werkstatt-Besitzer konnte ihm nicht nur sagen, dass er mit dem Leihwagen 300 Kilometer gefahren war. Er listete ihm auch auf, wo er überall rumgetourt war. Die Ortung per Satelliten-System GPS macht das möglich. Jürgen L. beschwerte sich bei Judith Thieser , Landesbeauftragte für Datenschutz im Saarland, über diesen Eingriff in seine Persönlichkeitsrechte.

Für den Werkstatt-Besitzer hatte die Sache ein Nachspiel. „Er hätte seinem Kunden sagen müssen, dass er diese Informationen speichert“, sagt Thieser. Außerdem war er verpflichtet, einen Datenschutz-Beauftragten in seinem Betrieb zu haben, da er mehr als neun Mitarbeiter beschäftigt und zudem „personenbezogene Daten automatisiert verarbeitet“. „Das trifft für alle Unternehmen ab dieser Größenordnung zu“, erinnert die Landesbeauftragte. Doch die meisten wissen es nicht oder ignorieren diese Vorgabe. Halten sie diese Verpflichtung allerdings nicht ein, droht ein Bußgeld von bis zu 50 000 Euro. Durch die elektronische Vernetzung „sammeln immer mehr Unternehmen solche personenbezogenen Daten wie Name, Alter, Anschrift oder Telefonnummern“, sagt Thieser. „Das können zum Beispiel Friseure oder andere Handwerksbetriebe sein, die eine Kundenkartei anlegen – aber auch Möbelunternehmen oder Elektro-Fachmärkte“. Die Inhaber von Arzt- oder Krankengymnastik-Praxen hätten ebenfalls eine besondere Verpflichtung. So könne der Datenschutz-Beauftragte dafür sorgen, dass nicht jeder Mitarbeiter an die Informationen kommen kann oder dass bei Passwörtern nicht geschlampt wird.

Wenn ein Unternehmen einen Datenschutzbeauftragen habe, könne dieser darauf aufmerksam machen, „was möglich und was nicht erlaubt ist“. Damit er entsprechend informiert ist, muss er einen Grundkurs besuchen, der maximal über drei Tage geht.

datenschutz.saarland.de



 
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