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Abbiegespur für Netto-Markt genehmigt?

Nachrichten aus der Region Merzig.

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Merzig. Wer hat die Linksabbiegespur, die zum neuen Netto- Markt in der Torstraße führt, genehmigt? Der Landesbetrieb für Straßenbau (LfS), der für Landesstraßen, wie für die Torstraße, zuständig ist, prüft zurzeit den Eingang eines entsprechenden Antrag.

Das jedenfalls sagt LfS-Pressesprecher Klaus Kosok. Dagegen hält Investor Franz-Josef Laux: Der Bau der Abbiegespur sei mit allen zuständigen Stellen abgesprochen worden – Stadt, Kreis, LfS. „Die Firma Dittgen hat in unserem Auftrag die Abbiegespur gebaut“, sagt der Unternehmer, der über sein Tochterunternehmen, die Merziger Immobilienverwaltung, das Gelände erschlossen hat.

Die Stadt Merzig hatte den Bau dieser Abbiegespur gefordert. „Sie ist Teil des Bebauungsplanes und des Durchführungsvertrages“, sagt Merzigs Bürgermeister Fredi Horf. „Die Abbiegespur war kein kurzfristiger Wunsch der Stadt, sondern ist seit Monaten Bestandteil des Bebauungsplans und des Durchführungsvertrages“, sagt er. In diesem Vertrag ist nach Horfs Aussagen eindeutig geregelt: Die Linksabbiegerspur muss vor Inbetriebnahme des Marktes fertig gestellt sein. Um den Markt überhaupt planen zu können, musste der Investor eine verkehrstechnische Untersuchung in Auftrag geben. Die Fachleute kamen – so Horf – zu dem Schluss, dass eine Abbiegespur auf der Losheimer Straße notwendig ist. Grund: eine bessere Einfädelungsmöglichkeit für Autofahrer, die auf den Parkplatz des Marktgeländes wollen oder von dem Parkplatz kommen.

„Diese Spur wurde dann Teil des Bebauungsplanes und Durchführungsvertrages“, wie er ergänzt. Im Herbst vergangenen Jahres gab der Merziger Stadtrat grünes Licht für den Bebauungsplan.

„Uns liegen Durchschriften von Bebauungsplänen vor“, sagt LfS-Sprecher Kosok. In diesen sei auch eine Abbiegespur erwähnt. Doch von einem formellen Antrag, in der die exakte Länge und Größe angegeben ist, wisse er zurzeit nichts. Jetzt gelte es herauszufinden, ob ein Antrag vorliege. „Wenn der Verkehr durch diese Abbiegespur ohne Probleme rollt und der Investor einen vernünftigen Zugang zu dem Gelände hat, kann im Prinzip niemand etwas dagegen haben.“

Vom Landkreis, der die Einrichtung der Baustelle und die Markierungsarbeiten genehmigt, war zu erfahren, dass ein entsprechender Antrag von der Merziger Immobilienverwaltung vorliege. „Beides haben wir auch genehmigt“, sagt Pressesprecher Werner Klein auf SZ-Anfrage. „Wir sind für diese beiden Dinge zuständig, der LfS, dafür, dass überhaupt auf der Straße gebaut werden kann. Denn er ist Eigentümerin.“

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