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Abfallbeseitigung in den Freibädern kostet die Betreiber viel Geld

Tobias Woll sammelt im Saarbrücker Schwarzenbergbad den Abfall der Gäste ein.

Tobias Woll sammelt im Saarbrücker Schwarzenbergbad den Abfall der Gäste ein.

Die Freibäder im Saarland erleben in diesen warmen Tagen Besucherrekorde. Zum Teil ist der Andrang so groß, dass die Bäder wegen Überfüllung schließen müssen – so geschehen zum Beispiel in Saarbrücken oder Völklingen. Die Besuchermassen sorgen nicht nur für Stress an den Kassen: Viele Badegäste hinterlassen auf den Liegewiesen ihren Müll.

So türmten sich beispielsweise am vergangenen Wochenende im Freibad Blieskastel Getränkedosen, Flaschen, Essensreste und andere Abfälle auf der Wiese. Ein Mülleimer war völlig überfüllt – der Weg zur nächsten Tonne 30 Schritte weiter war wohl manchem schon zu weit. In Blieskastel kümmert sich das Reinigungspersonal nach Badeschluss um den Müll. Jeden Tag werden große blaue Säcke mit Hinterlassenschaften gefüllt, jeden Tag wird die Wiese aufgeräumt, die jeden Morgen wieder picobello ist. Die gleichnamige landesweite Müllsammelaktion bringt jedes Jahr tausende vielfach jugendliche Menschen dazu, Müll in der Umwelt zu sammeln. Aber im Schwimmbad wird diese Tugend dann gerne wieder vergessen. Weil die Bademeister am Becken Aufsicht haben, können sie nicht auch noch die Müllentsorgung überwachen. In den lauschigen Eckigen des Bades findet sich der meiste Müll. Georg Becker, Geschäftsführer im Freizeitzentrum Blieskastel , verweist auf die unübersehbaren großen Mülltonnen im Freibad: „Unsere Mülltonnen fassen 11 000 Liter Müll. Das Gros der Besucher nutzt diese Tonnen nicht nur, der Müll wird sogar noch getrennt, denn es gibt im Bad sogar gelbe Tonnen.“ Von 5.30 Uhr bis 21.30 Uhr sei ein Reinigungsdienst da. Trotzdem lässt sich Müll auf der Liegewiese offensichtlich nicht vermeiden.

Auch Uwe Grieger von der Stadt Völklingen kennt das Problem. Um die Reinigung der Wiesen, Becken und Sanitäranlagen kümmern sich im Völklinger Bad eigene und externe Reinigungskräfte. „Während der Öffnungszeiten sind ständig Reinigungskräfte im Bad“, sagt Grieger. „Die Kosten für die Reinigung sind fünfstellig. Wir rechnen dieses Jahr mit 20 000 Euro. Der Aufwand, alles sauber zu machen, ist schon hoch.“

Gabriele Scharenberg-Fischer, Geschäftsführerin der Bäderbetriebsgesellschaft in Saarbrücken, hat auch zusätzliches Reinigungspersonal eingestellt. „Morgens vor Betrieb gehen diese Mitarbeiter in die Duschen und reinigen die Becken. Während der Betriebszeit schauen sie, dass alles in Ordnung bleibt, leeren Mülleimer und was sonst noch anfällt. Abends nach Betrieb sorgen sie dafür, dass liegengebliebener Müll verschwindet“, sagt Scharenberg-Fischer. Wäre dem nicht so, würden die Bäder massiv unter der Müllfracht leiden. Bei großem Ansturm sei der Abfall zwar nicht zu verhindern. Aber: „Müll ist nicht mal so schlimm; wir haben immer mehr mit Vandalismus zu tun. Das kostet verstärkt Geld “, sagt die Bäderchefin. Reparaturen an Spinden, Umkleiden und anderen Einrichtungen der Bäder seien teuer.

Auch in Neunkirchen kämpfen die Bäderbetriebe gegen dreckige Liegewiesen. Heike Rech von der Stadt Neunkirchen spricht von einem Container Müll pro Tag im Freibad der Stadt; Mitarbeiter bräuchten täglich zwei bis drei Stunden zum Aufräumen. In Blieskastel kümmern sich zwei Ein-Euro-Jobber jeden Morgen von sieben bis neun Uhr um den Müll.
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