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Abgas-Reduzierung: Saarländische Firma entwickelt neue Systeme

Der Fahrzeug-Zulieferer Eberspächer plant in seinem saarländischen Werk zahlreiche Neuerungen.

Der Fahrzeug-Zulieferer Eberspächer plant in seinem saarländischen Werk zahlreiche Neuerungen.

Neunkirchen. Der Fahrzeug-Zulieferer Eberspächer plant in seinem saarländischen Werk zahlreiche Neuerungen. In der heißen Phase sind die Vorbereitungen zur Serien-Produktion neuester Abgassysteme, die ab 2013 in europäische Nutzfahrzeuge eingebaut werden. Die dann geltende Abgasnorm Euro 6 entspricht dem amerikanischen Standard EPA 10. ,,Unsere Produkte sind schon in der Entwicklung und Erprobung. Das gibt dem Standort Neunkirchen eine sehr gute Zukunftsperspektive und gute Wachstumschancen für die kommenden Jahre“, betont Thomas Wünsche, Geschäftsführer für Abgastechnik, gegenüber unserer Zeitung.

1640 Mitarbeiter im Zwei-Schicht-Betrieb

Das größte Wachstum in den kommenden Jahren erwartet Eberspächer durch die Ausrüstung von Nutzfahrzeugen aus Europa und den USA. Auch der Pkw-Markt trage wieder mehr zum Wachstum bei. Dort gehören renommierte Kunden wie Porsche, Mercedes, BMW, Audi und Renault zu den Auftraggebern in Neunkirchen. Die dort insgesamt 1640 Mitarbeiter sind überwiegend im Zwei-Schicht-Betrieb an fünf Tagen tätig. Besonders hochwertige Teile innerhalb der Produktion werden weiter von Hand gefertigt. Verstärkt automatisiert ist die Herstellung von Abgastechnik für Lkw. Dort greifen Roboter ein, etwa beim Schweißvorgang der schweren Anlagen. So wiegt eine komplette Abgasanlage nach Euro 5 Norm am Ende der Herstellung 140 Kilo. Bei der künftigen Produktion nach Euro 6 kommen zu diesem Gewicht noch die neuesten Dieselpartikelfilter hinzu.

Stärker engagieren will sich Eberspächer von Neunkirchen auch auf dem Markt der ,,Non Road“ Abgassysteme, also solchen, die in Baufahrzeuge, Landmaschinen sowie Gabelstapler eingebaut werden. Ein Produkt-Zyklus dauere in der Regel etwa fünf Jahre, bevor die nächste Generation folgt. Deshalb müsse man sich schon sehr frühzeitig mit neuen Produktions-Ideen befassen. Und gleichzeitig versuchen, auf den Weltmärkten zusätzliche Kunden zu gewinnen. 2008 wurden im Bereich Abgastechnik noch rund 1,9 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet. Ende 2009 sei zumindest schon wieder ein Aufwärtstrend erkennbar gewesen.

17 000 Schalldämpfer pro Arbeitstag

Pro Arbeitstag stellt Eberspächer in Neunkirchen insgesamt 17 000 Schalldämpfer her, 10 000 Katalysatoren und Partikelfilter sowie 65 000 Abgas-Rohre. ,,Auf das Jahr gerechnet kommen wir auf knapp eine Million Katalysatoren und knapp vier Millionen Schalldämpfer. Neunkirchen ist für Eberspächer der größte Produktionsstandort weltweit“, so Wünsche. 2009 sei man am Standort Neunkirchen ohne Kurzarbeit ausgekommen. Dazu habe unter anderem die Integration von Produktions-Aufträgen aus dem Werk in Sindelfingen beigetragen, das geschlossen wurde. Und auch die Bereitschaft der saarländischen Arbeitnehmer, flexible Arbeitszeiten anzunehmen. Es sei kein Problem, im Saarland geeignete Fachkräfte zu finden, so Wünsche. Die Motivation der Mitarbeiter sei sehr hoch.

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