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Abgase und Lärm: Droht das am Franzenbrunnen?

Die Stadt will auf dem Franzenbrunnen neuen Wohnraum in Saarbrücken schaffen. Doch die Bürger befürchten Lärm, Autoabgase und das Ende der Naherholung

Die Stadt will auf dem Franzenbrunnen neuen Wohnraum in Saarbrücken schaffen. Doch die Bürger befürchten Lärm, Autoabgase und das Ende der Naherholung

Saarbrücken. Lärmende Kinder, Autoabgase und das Ende der Naherholung: Das befürchtet eine Bürgerinitiative, wenn das Wohngebiet am Franzenbrunnen entsteht. Doch Baudezernentin Rena Wandel-Hoefer winkt ab. Zwar werden dort rund 250 „Wohneinheiten“ – Wohnungen und Häuser – sowie eine Kindertagesstätte entstehen. Trotzdem werde es nicht zum Verkehrschaos kommen.

Perspektivwerkstätten für Bauherren und Anwohner

Die Stadt will die Befürchtungen aber ernst nehmen und gemeinsam mit den Bürgern und zwei Planungsbüros in „Perspektivwerkstätten“ Ideen für den Franzenbrunnen entwickeln. Potenzielle Bauherren und Anwohner sowie einige Vertreter der Bürgerinitiative sind eingeladen. Dabei geht es nicht mehr darum, ob gebaut wird, sondern nur noch darum, wie die Fläche gestaltet wird, betont Wandel-Hoefer. Auch Politiker aus den Stadtratsfraktionen werden mit am Tisch sitzen. Die Verwaltung will zudem Vertreter von Interessengruppen, zum Beispiel Fahrrad- und Automobilverbände einladen, Bürger könnten sich aber auch bei der Stadt bewerben, erklärte Monika Kunz, Chefin des Stadtplanungsamts.

Erste Bürgerwerkstatt in Alt-Saarbrücken

Noch im Mai wird die erste Bürgerwerkstatt in Alt-Saarbrücken über die Bühne gehen, an der 40 bis 50 Personen teilnehmen sollen. Bedingung: Sie müssen an allen drei Terminen mitdiskutieren. Wenn sich mehr Interessenten melden, wird notfalls das Los entscheiden. Die Anregungen der Bürger würden dann in den städtebaulichen Vorentwurf eingearbeitet, der nach den Sommerferien den Werkstatt-Teilnehmern vorgestellt werden soll. Mitte Oktober könnte der Bebauungsplan fertig sein und noch im Herbst im Stadtrat verabschiedet werden, sagt Wandel-Hoefer.

Mehr Wege zu Fuß erledigen

Damit die geplante Kindertagesstätte im Wohngebiet nicht zu deutlich mehr Verkehr und Lärm führt, sollen Eltern ihr Auto möglichst stehen lassen und ihre Kinder zu Fuß hinbringen, erklärt Wandel-Hoefer. 110 bis 120 Plätze, 40 davon Krippenplätze, entstehen dort. Die neue Kita werde auch die Kindergarten- und Schulstandorte in der Umgebung sichern, meint Wandel-Hoefer. Auch die Supermärkte in der Nähe könnten zu Fuß erreicht werden. Trotzdem werden Parkplätze für das Kita-Personal und Eltern gebaut, aber auch die Busverbindungen verbessert, verspricht die Dezernentin. Poller im Tiroler Viertel sollen weiterhin verhindern, dass Autofahrer das Wohngebiet als Schleichweg nutzen. Vier Zufahrtstraßen werden in das neue Wohnviertel führen. Die Stadt will aber darauf achten, dass nicht das gesamte Areal bebaut, sondern Grünflächen erhalten werden. Wandel-Hoefer möchte viele Familien, aber auch Paare ohne Kinder und Senioren zum Franzenbrunnen locken. Sie glaubt, dass die Zeit der Ein-Familienhaus-Siedlungen vorbei ist. Deshalb werden Interessenten auch auf kleineren Parzellen bauen können und Häuser aneinandergebaut – ähnlich wie auf dem Gebiet der Artilleriekaserne in St. Arnual. Rund 25 Interessenten hätten sich bisher gemeldet, ergänzte Kunz. Wandel-Hoefer stellte klar, dass nicht nur Reiche am Franzenbrunnen Eigentum erwerben können. Sozialwohnungen werde es aber nicht geben. Der Quadratmeterpreis für die Grundstücke steht noch nicht fest, liege aber in der Umgebung bei rund 200 Euro.

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