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Abheben bei der Haus-Bank weiter gebührenfrei

Ab 15. Januar gilt eine neue Gebührenordnung an den Geldautomaten. Die Höhe der Gebühr für Kunden fremder Institute muss angezeigt werden. Das Abheben innerhalb der eigenen Institutsgruppe bleibt kostenlos.

Ab 15. Januar gilt eine neue Gebührenordnung an den Geldautomaten. Die Höhe der Gebühr für Kunden fremder Institute muss angezeigt werden. Das Abheben innerhalb der eigenen Institutsgruppe bleibt kostenlos.

Saarbrücken. Die Sparkassen und Volksbanken im Saarland werden ab 15. Januar an ihren Geldautomaten zwischen 4,50 Euro und fünf Euro Gebühren erheben, wenn Leute Geld abheben, die nicht Kunde des eigenen Instituts oder der eigenen Institutsgruppe sind. Das ergab eine Umfrage unserer Zeitung. Bei der Sparkasse Saarbrücken plant man einen Betrag von 4,80 Euro, hieß es bei dem Institut. Die Kreissparkasse Saarlouis hat sich nach eigenen Angaben für 4,50 Euro entschieden. Bei den Saar-Sparkassen liegen die Beträge „zwischen 4,50 Euro und fünf Euro“, sagte ein Sprecher des Sparkassenverbandes Saar.
Die größte Genossenschaftsbank in der Region, die Bank1 Saar, hat eine Gebühr von 4,85 Euro festgelegt. Für Automaten der Bank1 Saar, die nicht in den Bankfilialen selbst stehen, werden Gebühren zwischen drei und sechs Euro erhoben. Das sind knapp 15 Stück, die in Raststätten oder Baumärkten dafür sorgen, dass die Kunden flüssig bleiben. Die Sulzbacher Vereinigte Volksbank (VVB, vormals Volksbank Dudweiler) hat sich für eine Gebühr von 4,70 Euro entschieden, bestätigt Vorstandschef Mathias Beers. Die Saarlouiser Volksbank Saar-West hat sich noch nicht festgelegt. Der Gebührensatz „wird entweder 4,50 Euro oder 4,75 Euro betragen“, sagt der Vorstandsvorsitzende Edgar Soester. Ab 15. Januar wird an den Automaten direkt angezeigt, wieviel Gebühren fällig werden. Privatbanken wie die Deutsche Bank hatten sich schon im Vorfeld dazu entschlossen, einheitlich 1,95 Euro an Gebühren zu erheben.

Das Abheben von Bargeld bleibt weiterhin kostenlos, wenn die Kunden innerhalb ihres eigenen Instituts oder ihrer Bankengruppe bleiben. Wer also ein Sparkassen-Konto hat, kann weiterhin an den Automaten jeder bundesdeutschen Sparkasse oder Landesbank Geld erhalten. Das gleiche gilt für den Genossenschaftsbereich (Volks- und Raiffeisenbanken). Auch die Institute, die der so genannten „Cash Group“ angeschlossen sind, erheben für ihre eigenen Kunden in Zukunft keine Gebühren. Mitglieder dieser Gruppe sind unter anderem die Deutsche Bank, die Postbank, die Commerzbank, die Hypo-Vereinsbank (Uni-Credit), die DAB Bank und die Norisbank.

Rund 80 Prozent der Deutschen verfügen entweder über ein Konto bei einer Sparkasse oder Genossenschaftsbank. Diese beiden Bankengruppen halten auch die meisten Automaten vor. Bei den Sparkassen sind es nach Angaben der Verbände etwa 25.700, bei den Volks- und Raiffeisenbanken rund 19.000. low 

 
Meinung

Mehr Transparenz
Von SZ-Redakteur Lothar Warscheid


Die neue Gebührenordnung an den Geldautomaten sorgt für Transparenz. Wer jetzt Geld bei einer Bank abheben will, die nicht zu seiner Institutsgruppe gehört, bekommt ab dem 15. Januar angezeigt, wie teuer diese Dienstleistung für ihn wird. Dass die Sparkassen und die Genossenschaftsbanken eine höhere Gebühr erheben als die Privatbanken, liegt auf der Hand. Sie halten auch in schwächer besiedelten Regionen Automaten vor, wohingegen die Privatbanken gut frequentierte Innenstadt-Lagen bevorzugen. Die Kunden der Direktbanken, die keine eigenen Automaten vorhalten, müssen weiter für dieses Trittbrett-Verhalten zahlen. Aber jetzt wissen sie wenigsten sofort, wieviel.




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