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Abrissarbeiten des Möbel-Walter-Hauses in Merzig gehen zu Ende

 Symbolfoto

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Dicke Staubwolken zogen vergangenen Donnerstag durch die Merziger Innenstadt. Schon von Weitem war der Lärm der Abrissarbeiten um das alte Möbelhaus Walter in der Hochwaldstraße zu hören. Nicht ohne einige Schaulustige anzulocken, die die letzten Momente des alten Gemäuers verfolgen wollten. Und sehen, wie die Fenster barsten und die letzten Mauern in sich zusammenfielen. Von einem Gebäude , das über ein Jahrhundert Teil des Merziger Stadtbilds war und nun einem Neubau weichen soll.
 

Alles nach Plan

Die groben Abrissarbeiten erfolgten zumindest nach Plan, sollen voraussichtlich schon an diesem Samstag rechtzeitig beendet sein. „So dass ab Montag mit Schulbeginn die Straße für den Verkehr wieder freigegeben werden kann“, sagte Merzigs Bürgermeister Marcus Hoffeld , der sich am Donnerstag selbst ein Bild von den Arbeiten machte. Nicht zuletzt, weil es derzeit „eines der größten Bauprojekte in Merzig überhaupt ist“, sagte Hoffeld zuversichtlich.

Über eine Sanierung des alten Sandsteingebäudes aus der Zeit um 1900 ist in der Stadt diskutiert worden. Dies wäre aber mit erheblichem Mehraufwand verbunden gewesen. Nicht nur finanziell. „Hierfür hätte alleine die Hochwaldstraße für mehrere Monate komplett gesperrt werden müssen“, waren sich Alexander Mathieu, Geschäftsführer von IM Immobilien und Bürgermeister Hoffeld einig. Zu lange habe das Gebäude in den vergangenen Jahren leer gestanden und sei mehr und mehr ungenutzt sich selbst überlassen gewesen. Mitten in der Merziger Innenstadt, wo der Wohnraum ohnehin knapp und deshalb begehrt sei. Außerdem habe das Gebäude , sagte Hoffeld, durch einen Granateinschlag im Zweiten Weltkriegso stark gelitten, dass die Statik beeinträchtigt worden sei.
 

60 Wohneinheiten

Doch in jedem Ende steckt auch gleichzeitig ein Neuanfang – eine Chance. Nur allzu viele Informationen über den Neubau, der auf dem etwa 5000 Quadratmeter großen Gelände entstehen soll, wollten die Verantwortlichen nicht preisgeben. Obwohl bereits im Frühjahr mit dem Neubau begonnen werden soll. Mitte bis Ende 2017 soll der Bau dann fertiggestellt sein – wenn alles planmäßig verläuft.

„Die Pläne liegen schon fertig vor“, sagte Mathieu, „müssen aber noch angepasst werden.“ Denn erst vor Kurzem sei, informiert Mathieu, eine neue Bauverordnung verabschiedet worden, die besagt, dass ein gewisser Anteil der Wohnfläche, die hier neu entsteht, auch barrierefrei gestaltet werden muss. Erst wenn die Pläne genehmigt seien, wolle man das Projekt der Öffentlichkeit vorstellen. Dies geschieht noch, bevor die kompletten Abrissarbeiten beendet sein werden – voraussichtlich Anfang der zweiten Novemberwoche.

Dass der Bau, für den nach Angaben der Stadt etwa drei Millionen Euro investiert werden, senioren- und behindertengerecht sein wird, ist laut Hoffeld „ohnehin geplant gewesen“. Sicher sei auch, dass die etwa 60 Wohneinheiten, die auf dem Gelände entstehen, heller und moderner gestaltet werden, als es das alte Möbelhaus war. Auch die notwendigen Parkflächen sollen größtenteils in Form einer Tiefgarage angelegt werden. Dies würde mehr Raum für Frei- und Grünflächen schaffen. Der Bürgermeister ist überzeugt, dass sich die Hochwaldstraße spätert freundlicher und offener präsentieren werde.  
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