B420 Ottweiler Richtung Frei-Laubersheim Zwischen Ampelkreuzung Ottweiler und Sankt Wendel Kuseler Straße/Einmündung Niederkirchen Vollsperrung, Unfallaufnahme, Gefahr Kreuzung L 121 (09:04)

B420

Priorität: Sehr dringend

12°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
12°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Abwasser wird vier Prozent teurer

Saarbrücken. Im nächsten Jahr steigen die Abwassergebühren im Saarland ein weiteres Mal um vier Prozent. Zudem gibt es Risiken bei den Einnahmen des Entsorgungsverbands Saar (EVS), sowohl bei Abwasser als auch bei Abfällen. Und schließlich wurde EVS-Geschäftsführer Karl Heinz Ecker ohne Gegenstimmen für weitere fünf Jahre in seinem Amt bestätigt. Das sind die drei wesentlichen Nachrichten von der Verbandsversammlung, mit der der EVS seine Bürgermeister gestern in den Jahreswechsel verabschiedet hat.

Was müssen Verbraucher draufzahlen?
Die Verteuerung der Abwassergebühren leitet sich aus dem Wirtschaftsplan 2011 ab, der gestern mit großer Mehrheit von den Bürgermeistern angenommen wurde. Darin heißt es: „Im Bereich der Abwasserwirtschaft ist für das Wirtschaftsjahr eine Beitragserhöhung von vier Prozent vorgesehen.“ Diese Verteuerung bezieht sich auf den so genannten einheitlichen Verbandsbeitrag in Höhe von derzeit 2,85 Euro, mit dem der EVS seine Kläranlagen und die Hauptsammler finanziert.  Inwieweit diese Beitragserhöhung an die Haushalte weitergegeben wird, hängt von den kommunalen Abwasser- oder Kanalgebühren ab, die nicht jedes Jahr in gleichem Maße wie der einheitliche Verbandsbeitrag angehoben werden.

Mit dem Wirtschaftsplan 2011 wurde auch eine vorsorgliche Anhebung der Kassenkredite von 40 auf 65 Millionen Euro gebilligt, mit der Begründung: „Dies erscheint notwendig, da der Verband erstmals in 2011 den Gebühreneinzug bei der Abfallentsorgung selber vornimmt und noch nicht genau einschätzen kann, ob die Zahlungstermine fristgerecht und in voller Höhe eingehen.“
Bemerkenswert an diesem Wirtschaftsplan ist, dass ihm nur knapp 40 der 50 anwesenden Kommunen zustimmten. Denn elf Bürgermeister enthielten sich der Stimme, weil es ihnen angeblich nicht gelungen war, ihre Gemeinde- und Stadträte mit den Perspektiven der Kostenentwicklung von Abfall und Abwasser zu befassen.

Vor allem bei der Entwicklung der Abwassermengen gibt es aus Sicht der EVS-Geschäftsführer Karl Heinz Ecker und Heribert Gisch derzeit noch erhebliche Unsicherheiten. Denn häufig gehe der Frischwasserverbrauch, auf dem die Kalkulation des Abwasser-Etats beruhe, in weit höherem Maß zurück, als dies bei der Haushaltserstellung veranschlagt worden sei.
Außerdem wies Gisch auf Unsicherheiten im Abfall-Etat hin, weil noch nicht klar sei, wann die Müllverbrennungsanlage in Neunkirchen wieder in Betrieb gehe. Gerade bei der Anlieferung von Hausmüll in Neunkirchen werde ein erhebliches Einsparpotenzial gesehen.

Verbandschef Ecker wiedergewählt
In einem Nachtrag zum Wirtschaftsplan beschloss die Verbandsversammlung eine zusätzliche Kreditaufnahme von 2,55 Millionen Euro. Dieses Geld soll zur Finanzierung des Netzes an Wertstoff-Zentren im Saarland zur Verfügung gestellt werden. Mit dem Geld will man die „schnellstmögliche Aufrüstung des Netzes, das 19 Standorte umfassen wird, gewährleisten.
Seine Wiederwahl an der Verbandsspitze, die ohne Gegenstimmen erfolgt, quittierte Karl Heinz Ecker mit den Worten: „Ich danke für dieses überwältigende Vertrauen, damit habe ich wirklich nicht gerechnet.“

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein