L125 Neunkirchen Richtung Saarbrücken-Johannisbrücke Kreuzung Neunkirchen-Sinnerthal Vollsperrung, Bauarbeiten bis 01.05.2018, eine Umleitung ist eingerichtet Die Sperrung erfolgt aufgrund von Sanierungsarbeiten am Brückenbauwerk und der Fahrbahn im Bereich "Plättches Dohle" (18.04.2017, 10:58)

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Abzocke? Püttlingen verteidigt die dauerhaften Blitzer-Säulen

Auch in der kommenden Woche führt die Polizei wieder Geschwindigkeitskontrollen durch.

Auch in der kommenden Woche führt die Polizei wieder Geschwindigkeitskontrollen durch.

Zuerst war es nur als Modellversuch gedacht. Jetzt hat – wie bereits kurz vermeldet – der Püttlinger Stadtrat beschlossen, die stationären „Blitzer“ zur Verkehrsüberwachung dauerhaft zu belassen. Sechs der modernen Säulen zur Geschwindigkeitskontrolle waren im Laufe des Jahres von einem privaten Unternehmen im Auftrag der Stadt installiert worden, immer drei sind mit Kameras bestückt, wobei der Autofahrer nicht weiß, welche der Säulen gerade „geladen“ sind. Vielfach und meist unter betroffenen Autofahrern machte das Wort „Abzocke“ die Runde, während seitens der Stadtverwaltung und der Befürworter in den politischen Gremien immer betont worden war, dass es um die Sicherheit und das Zügeln von Rasern gehe.

Schwerpunkt der Überwachung bleiben die drei Standorte Ortseingang Sprenger Straße, Riegelsberger Straße und Hauptstraße. 4400 Vergehen hatten alleine die beiden „Blitzer“ in der Sprenger- und der Köllner Straße zwischen Mai und Juli registiert, mit zunehmender Gewöhnung der Autofahrer an die Standorte gingen die Zahlen dann zurück.

In der Stadtratssitzung am Dienstag wandte sich Norbert Rupp (CDU), der bekanntlich auch Landespolizeipräsident ist, noch einmal gegen den Vorwurf, dass die Stadt nur Geld verdienen wolle: „Das ist keine Abzocke, sondern im Interesse der Verkehrssicherheit in Püttlingen.“ Dass die Blitzanlagen nun dauerhaft installiert werden, war schon vor der Stadtratsssitzung beschlossene Sache gewesen.

In einer vorangegangenen Beratung hatten sich die Fraktionen auf einen gemeinsamen Beschluss geeinigt. So wird der Dienstleister, der nur als Vermieter auftritt, verpflichtet, Schulungen an der Verwaltungsschule für die Mitarbeiter der Stadt anzubieten. Zudem wollte man Unsicherheiten bezüglich des Datenschutzes bereinigen. So wurde festgehalten, dass die „Falldatensätze“ nur durch Mitarbeiter der Stadt Püttlingen einsehbar sind, jedoch nicht durch Mitarbeiter des Dienstleisters, der die Anlagen zur Verfügung stellt. Die Finanzierung der Anlagen sei ebenfalls sichergestellt, sie liege im Verfügungsrahmen des Bürgermeisters, benötige also keinen eigenen Beschluss.

Zur Zeit ist Püttlingen mit den festinstallierten Analgen noch ein Einzelfall im Saarland. Doch das könne sich laut Rupp bald ändern: „Wir haben schon Anfragen von anderen Kommunen aus dem Saarland, die ihr Interesse an dem System bekundet haben.“ Aus dem Püttlinger „Modellversuch“ könnte also ein Modellversuch fürs ganze Saarland gewoden sein.

Die Kameras in den Püttlinger Überwachungssäulen sind vom Typ Poli Scan Speed der Firma Vitronic. Die Ergebnisse aus den Säulen werden von Ordnungsamts-Mitarbeitern mit einem Laptop ausgelesen und im Rathaus bearbeitet. Aufgestellt wurden die Säulen zur Verkehrsüberwachung, als Dienstleister für die Stadt, durch die Firma German Radar. Bezahlt wird die Firma je geliefertem Datensatz: Während der Testphase gab es 9,71 Euro brutto je Datensatz, für die Zeit danach waren 7,68 Euro vereinbart. Die Verwarngelder für Geschwindigkeitsübertretungen bis zu 20 Stundenkilometer liegen in Püttlingen bei 15 bis 35 Euro. red

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