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Abzocke mit Erotik-Abos

Immer wieder versuchen dubiose Firmen Verbraucher mit Abofallen abzuzocken. So auch im Fall von Annemarie Müller aus Saarlouis . Mit ihrer Mobilfunk-Rechnung seien im September 22,47 Euro und im Oktober 14,98 Euro für ein angebliches Erotik-Abonnement bei der Firma „Mimic Mobile Limited“ eingezogen worden.
 

Häufig sind Senioren betroffen

Die SZ-Leser-Reporterin versuchte, die Beträge bei ihrem Netzbetreiber Telekom zurückzufordern. Doch dieser habe sich für nicht zuständig erklärt und sie an den Drittanbieter verwiesen, von dem sie keine Anschrift, sondern nur eine E-Mail-Adresse hatte. „Hiermit bestätigen wir Ihnen, das Abo an der genannten Nummer gekündigt zu haben“, erhielt Müller als lapidare Antwort. Das sei ihrer Meinung nach „an Frechheit nicht mehr zu überbieten“.

Die Verbraucherzentrale Saarland kennt viele solcher Fälle. Nach dem Telekommunikations-Gesetz müsse der eigene Netzbetreiber das Inkasso der Drittanbieter-Forderung übernehmen. Beraterin Désirée Fuchs hat den Eindruck, dass gerade im Erotik-Bereich viele dubiose Firmen das Schamgefühl ihrer Opfer ausnutzen. Häufig seien auch Senioren betroffen.

Die Juristin Fuchs rät den Verbrauchern allgemein, eine Drittanbietersperre für so genannte Mehrwertdienste bei ihrem Netzbetreiber einrichten zu lassen. Bei diesem sollten Geschädigte zudem einen Einzelverbindungs-Nachweis anfordern, diesen sorgfältig kontrollieren und innerhalb von acht Wochen Einwand gegen die Rechnung erheben. Bei dem Drittanbieter sollten sie schriftlich einen Forderungs-Widerspruch geltend machen, den umstrittenen Vertrag vorsorglich hilfsweise widerrufen, anfechten sowie kündigen, so Fuchs. Zudem sollten die Verbraucher der Firma eine Frist zur Antwort setzen.

Den Hinweis zu diesem Artikel erhielten wir von SZ-Leserreporterin Annemarie Müller aus Saarlouis . Wenn Sie auch Interessantes zu erzählen haben, hinterlassen Sie eine Sprachnachricht unter Tel. (06 81) 5 95 98 00 oder schicken Sie eine E-Mail an leser-reporter@sol.de oder nutzen Sie unser Onlineformular unter www.saarbruecker-zeitung.de/leserreporter.

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