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Acht Millionen Euro für Erweiterung der Jugendpsychiatrie

Homburg. Es waren die kleinen Patienten der Kinderstation selbst, die dem offiziellen Baubeginn der neuen Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie am Homburger Universitätsklinikum am Freitag einen besonderen Klang gaben: Begleitet von Erzieherinnen, Pflegerinnen, jungen Ärzten und einem Studenten sangen sie vor zahlreichen Gästen ein schwungvolles Lied auf die Veränderungen, die bis Ende 2013 gerade für sie als Nutznießer eine Verbesserung der räumlichen Situation bringen sollen. Mit rund acht Millionen Euro soll hinter dem bestehenden „Altbau“ ein als Atrium gefasstes neues Gebäude einem steigenden Bedarf an Behandlungsmöglichkeiten Rechnung tragen. „Das ist heute ein ganz besonderer Tag und ein Tag zum Feiern“, war sich Professor Alexander von Gontard, Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, sicher. Das sahen die Kinder auch so. Die hatten „ihre“ neue Klinik vorab und als künstlerisches Glanzlicht der Feierstunde als Burg auf eine große Leinwand gemalt. „Und weil zu jeder Burg ein König gehört, ist das von dieser Burg Professor von Gontard“, sagten sie und verpassten dem sichtlich überraschten Klinikdirektor eine selbst gebastelte Krone samt Zepter. Der so geehrte versprach: „Diese Burg kommt wirklich, und das bald.“

Nach diesem stimmungsvollen Einstieg waren es Alexander von Gontard, der Ärztliche Direktor des UKS Professor Wolf-Ingo Steudel und Staatssekretär Jürgen Lennartz in seiner Funktion als Vorsitzender des Aufsichtsrates des UKS, die den Neubau in die Zukunft der psychiatrischen Behandlung von Kindern und Jugendlichen einordneten. Steudel nannte den Neubau einen „Ausdruck der Exzellenz der Kinder- und Jugendpsychiatrie am Standort des UKS“. Im Jahr 2003 habe man den Lehrstuhl für diesen Bereich geschaffen, „unter der Vorstellung, dass die Zahl der Erkrankungen in diesem Bereich zunimmt. Die Wirklichkeit hat uns Recht gegeben.“ So sei der Neubau nun absolut notwendig. Steudel lobt in diesem Zusammenhang nachdrücklich die Initiative von Gontards. Dieses Lob griff auch Jürgen Lennartz auf. „Wir haben Professor von Gontard viel zu verdanken, der Auftritt der Kinder hat das gerade eben deutlich gezeigt. Ich habe hier fröhliche Kinder gesehen, Kinder die positiv denken und sich freuen auf das, was hier passieren wird.“

Bis 2013 wird nun auf zwei Etagen eine Jugend-, eine Kinder- und eine Mutter-Kind-Station entstehen. Zur Ausstattung gehören zudem Therapieräume und ein Spielplatz im Garten. Mit dem Neubau soll so die stationäre Behandlung als wichtiger Knotenpunkt im Therapie-Netzwerk, zusammen mit der Allgemeinen Ambulanz, den Spezialambulanzen und der Tagesklinik, zeitgemäß aufgestellt werden.

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