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„Adrenalin pur“ bei Europas größter Drachenboot-Langstreckenregatta

Symbolfoto

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Wie gelingt ein idealer Start bei einem Drachenbootrennen? Mit einheitlicher Schlagfrequenz, aufeinander abgestimmten Bewegungsabläufen und effektiver Beschleunigung. Doch vor allem sollten die Teams darauf achten, dass sich ihre Boote nicht mit Wasser füllen. Beim Start der 46 Teams beim „Monkey Jumble“ auf der Saar, nach Veranstalter-Angaben Europas größter Langstreckenregatta für Drachenboote, stellte sich dieses Unterfangen für das Team „Saarwölfe“ jedoch als besonders heikel heraus: Während die anderen Teams kurz nach Beginn der wilden Startphase mächtig Gas gaben, lief ihr Boot mit Wasser voll. Das Rennen war für sie gelaufen.

Beim „Monkey Jumble“ traten bereits zum fünften Mal Athleten aus ganz Deutschland und erstmalig auch aus der Schweiz auf einer elf Kilometer langen Strecke auf der Saar gegeneinander an. Die Mannschaften bestanden aus 20 Paddlern sowie einem Steuermann und einem Trommler. Mit dumpfen Trommelschlägen und lauten Kommandos peitschten diese die Paddler an. Beim Anblick der entschlossenen Paddler konnte man sich an Wikinger-Galeeren erinnert fühlen, die sich in eine verheerende Schlacht stürzten.

Ein dramatisch inszenierter Countdown mit einer Mischung aus Operngesang und elektronischer Musik heizte den Sportlern am Start in Höhe des Landtags ein. Es folgte ein donnernder Kanonenschuss. Fieberhaft legten sich die Paddler , begleitet von frenetisch jubelnden Zuschauern, mit aller Kraft ins Zeug. Bereits auf den ersten Metern stürmten einige Teams voraus. „Was man bei diesem Rennen erlebt, ist der blanke Wahnsinn. Adrenalin pur!“, beschrieb einer der Sportler die Atmosphäre.

Viele Zuschauer entlang der Saar verfolgten den mitreißenden Start und Verlauf des Rennens. Besonders beliebt als Beobachtungsposten war neben dem Startplatz die Bismarckbrücke am Saarbrücker Staden. Hier hatten die Veranstalter eigens einen Lautsprecher installiert, damit die Zuschauer den Start miterleben konnten.

Der Tross aus 46 Booten schlängelte sich gleich danach in Richtung Saarbrücker Osthafen. Dort wendeten die Mannschaften ihre Drachenboote und machten sich auf zum zweiten Wendepunkt, dem Schleusenhaus hinter der Westspange. Von dort ging es wieder zum Osthafen und anschließend zum Ziel in Höhe des Landtags.

Die Drachenboote fahren durchschnittlich 12 bis 13 Kilometer pro Stunde, erklärte Thilo Regitz, Gründungsmitglied des Regattavereins Saar, der den „Monkey Jumble“ ausrichtet. Die Teams starteten in drei Kategorien: Ambitionierte Athleten traten im Sportblock an, im Funblock gingen Freizeitsportler an den Start. Außerdem gab es eine Pinkpaddler-Kategorie. Hierbei handelte es sich um Mannschaften, die eine kürzere Strecke absolvierten und sich aus Menschen zusammensetzten, die an Krebs leiden.

Sieger in der Kategorie Sport wurde das Team „Drag Attack“ aus Wuppertal mit einer Zeit von 51:56 Minuten, es konnte somit seinen Titel verteidigen. „Wir wollten hier definitiv nicht Zweiter werden“, sagte Teamkapitänin Britta Köster selbstbewusst nach dem Rennen . Wichtig sei es, gemeinsam an einem Strang zu ziehen und sich gegenseitig den Rücken zu stärken, so überwinde man auch die schwierigen Phasen eines Rennens. Das Boot der CDU namens „Black Power“ fuhr mit einer Siegerzeit von 58:45 Minuten in der Kategorie Fun der Konkurrenz davon.
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