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Ärger: Anlieger der Straße Geisberg in Bischmisheim erwarten erneut Baumaßnahmen

Noch ist es ruhig in der Straße Geisberg in Bischmisheim. Doch schon bald beginnen hier wieder Baumaßnahmen. Einige Häuser werden an einen neuen Kanal angeschlossen. Foto: Becker & Bredel

Noch ist es ruhig in der Straße Geisberg in Bischmisheim. Doch schon bald beginnen hier wieder Baumaßnahmen. Einige Häuser werden an einen neuen Kanal angeschlossen. Foto: Becker & Bredel

Ein Loch vor der Haustür. Ein Bagger blockiert die Einfahrt. Lärm dröhnt aus den Maschinen. Wie nervig eine Baustelle vor der Haustür sein kann, das wissen die Bewohner der Straße Geisberg in Bischmisheim ganz genau. Im Jahr 2006 baute der Zentrale Kommunale Entsorgungsbetrieb (ZKE) in zwei Abschnitten einen Mischwasserkanal. Im Anschluss mussten auch Bürgersteige, Gargeneinfahrten und Hauszugänge neu gepflastert werden. Jetzt, nur elf Jahre später, will der ZKE die Straße schon wieder aufreißen. Der Grund: Einige Häuser sind zurzeit noch an einen alten Kanal angeschlossen. Dieser soll nun stillgelegt und die Grundstücke an den 2006 gebauten Kanal angeschlossen werden.

Anfang Januar informierte der ZKE die Anwohner über die geplanten Baumaßnahmen . Und die sind darüber äußerst verärgert. Der ehemalige Stadtverordnete Gerhard Voelker spricht von einer „Fehlplanung“ vor elf Jahren. Er beschwert sich: Die Kanalverlegung werde nun zu Lasten der Anlieger nachgeholt. Der ZKE weist diese Vorwürfe jedoch zurück. Es sei bereits vorgesehen gewesen, die Häuser an den neuen Kanal in der Straße Geisberg anzuschließen. „Dies wurde schon bei der Planung des 2006 erstellten Mischwasserkanals berücksichtig“, antwortet Pressesprecherin Judith Pirrot auf SZ-Anfrage. Insgesamt seien 37 Häuser davon betroffen, sagt sie und erklärt: „Parallel zur Straße Geisberg verlaufen im Bereich zwischen Hausnummer 44a und 114 Abwasserleitungen hinter der Wohnbebauung. Die Leitungen sind in baulich sehr schlechtem Zustand und marode.“ Aus diesem Grund sei eine geschlossene Sanierung ohne größere Erdaufgrabungen nicht möglich. Auch die Kanalisation zu erneuern, sei wegen „der steilen Hanglage, der dichten Bebauung und der äußerst schwierigen Zugänglichkeit“ keine Option.

Dennoch stellt sich natürlich die Frage: Warum will der ZKE die Häuser ausgerechnet jetzt an den neuen Kanal anschließen? Und warum ist dies nicht bereits 2006 geschehen? Der Zustand des alten Kanals habe sich in den vergangenen Jahren sehr verschlechtert, sagt Pirrot. Da es schon häufiger zu Störfällen und Problemen gekommen sei, bestehe dringender Handlungsbedarf. „Bei einer weiteren Verschlechterung besteht die Gefahr, dass Abwasser in den Untergrund versickert. Dies wäre ein Umweltdelikt“, erklärt Pirrot und versucht, die Bewohner zu beruhigen. Die Leitung sei bereits nah an den Straßenrand verlegt worden. „Das Aufreißen der Straße zur Verlegung dieser Hausanschlüsse wird somit auf ein Minimum beschränkt“, sagt sie.

Die CDU-Bezirksrätin Christel Weins befürchtet derweil, dass durch die „anstehenden Aushub- und Wiederherstellungsarbeiten für die Neuanschlüsse unverhältnismäßig hohe Kosten anfallen werden“. Doch auch hier beschwichtigt Pirrot. Die Anlieger müssten nicht mit höheren Gebühren rechnen. „Der ZKE übernimmt die Erstellung der Hausanschlüsse im öffentlichen Bereich“, sagt ZKE-Sprecherin Pirrot. Allerdings seien auf den Privatgrundstücken die Eigentümer verantwortlich und müssten dort auch die Kosten übernehmen.

Der ZKE informiert heute ab 17 Uhr in der Festhalle in Bischmisheim über die geplante Vorgehensweise.

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