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Ärger: Riegelsberger tappen hier im Dunkeln

Riegelsberg. Warum tappt man hier im Dunkeln? Das fragte sich ein Riegelsberger an der Stelle, an der im Riegelsberger Russenweg die Saarbahn-Schienen die Straße kreuzen. Dort gibt es zwar hohe Straßenlaternen, doch sie leuchten nie. Ein Riegelsberger  schilderte, dass er sich schon an Saarbahn und Gemeinde gewandt, jedoch unbefriedigende Antworten erhalten habe.

„Die Beleuchtungsanlage der Saarbahn-Querung im Russenweg befindet sich außerhalb der Gemeinde Riegelsberg. Zuständig ist der Landesbetrieb für Straßenbau sowie die Stadtbahn Saar GmbH. Zwischen diesen beiden wird gestritten, wer zur Kostenübernahme verpflichtet ist. Seitens der Gemeinde Riegelsberg wurde dieser Missstand bei beiden Parteien schon mehrfach beanstandet. Leider wurde bis heute noch keine Vereinbarung zwischen den beiden Parteien getroffen“, heißt es in der Antwort- Mail der Gemeinde.

Ähnlich, nur mit vertauschten Rollen, hätte die Antwort der Saarbahn gelautet. Wirft man einen Blick auf eine Straßenkarte, so zeigt sich, dass der Russenweg in diesem Bereich gerade noch auf Riegelsberger Bann liegt, direkt rechts des Russenweges (von Köllerbach kommend) beginnt Etzenhofen, das zum Püttlinger Stadtteil Köllerbach gehört. Andererseits ist der Russenweg aber gleichzeitig auch Landstraße (L 267), und um die Betriebssicherheit von Landstraßen kümmert sich – zum Beispiel beim Schneeräumen –, nicht die Kommune, sondern der Landesbetrieb für Straßenbau (LfS).

Ist der dann nicht auch für die Beleuchtung zuständig? Nein, heißt es jedenfalls beim LfS: Auf Nachfrage  teilt Pressesprecher Klaus Kosok mit, dass der „Straßenbau- Lastträger“, also der LfS, nicht für den Betrieb der Lampen zahlt, denn: „Außerhalb der Ortslage hat das Straßenbauamt keine Rechtsgrundlage.

Wir sind für die Beleuchtung nicht zuständig. Für den Unterhalt muss die Gemeinde Riegelsberg oder die Saarbahn aufkommen.“ In der Riegelsberger Verwaltung hat man dazu einen anderen Standpunkt. Bürgermeister Klaus Häusle erklärt, dass ihm die Lage bekannt sei. Für ihn ist die Angelegenheit „ein Unding, schließlich steht das Ding seit einem Jahr“. Seiner Ansicht nach können sich das Landesamt für Straßenbau und die Saarbahn nicht einigen, wer die Stromkosten trägt; „schließlich muss irgendjemand den Auftrag zum Bau gegeben haben“, sagt Häusle.

„Die Stadtbahn Saar hat den Auftrag zum Bau gegeben“, erklärt Saarbahn-Planungsingenieur Daniel Bürtel, doch: „Wir haben auch die Gehwege und Beleuchtungen der Saarbrücker Straße gebaut. Nach der Fertigstellung wurden diese aber an die Gemeinde übergeben. Wir sind ein Verkehrsbetrieb, und mit den Lampen wird nicht die Trasse beleuchtet, sondern die Straße.“ Nach Bürtels Auffassung ist die Gemeinde Riegelsberg oder das Landesamt für Straßenbau zuständig. Die Lampen seien nach einem Beschluss von 2006 gebaut worden. Verschiedene Behörden wie die Straßenverkehrsbehörde, die Polizei und die Gemeinde Riegelsberg, seien an den Unterredungen beteiligt gewesen. Vor allem die Polizei habe die Beleuchtung zur Sicherheit gefordert, leider sei dabei keine Regelung gefunden worden, wer den Betrieb der Lampen bezahlt.

Zusammenfassend lässt sich festhalten: Es gab einen Bauherren für die Lampen, einen Betreiber gibt es aber offenbar nicht, die Straßenlampen wurden also ohne Sinn und Nutzen gebaut – jedenfalls bis sich jemand erbarmt und die Stromkosten übernimmt, denn sonst wird man dort noch weiter im Dunkeln tappen.

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