A6 Metz/Saarbrücken Richtung Kaiserslautern AS Rohrbach Bauarbeiten, Ausfahrt gesperrt, Einfahrt gesperrt bis 16.10.2017 06:00 Uhr (18.09.2017, 06:59)

A6

Priorität: Dringend

13°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
13°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Ärger in Homburg: Senioren berichten über Stürze in Bussen

Gerade ältere Menschen berichten häufig über ihre Schwierigkeiten, in Bussen festen Halt zu finden. Nach dem Einstieg haben sie wenig Zeit, einen sicheren Platz zu finden. Fährt der Bus an, kommen sie schnell ins Stolpern.

Homburg. Vor einigen Tagen haben wir über den Ärger von Rolf Omlor mit der Buslinie R7 berichtet. Einer seiner Kritikpunkte war die fehlende Sensibilität der Busfahrer für ältere Menschen. Unsere Redaktion erhält nun seit Dienstag zahlreiche Berichte von ähnlichen Fällen.

Schon mehrere Stürze von Senioren in Bussen


Unter anderem berichtete die Tochter einer 84-jährigen Homburgerin von einem Sturz ihrer Mutter in einem Bus der Saarpfalz-Bus GmbH. Dabei hätte sie sich eine Verletzung am Ellenbogens zugezogen, die im Krankenhaus behandelt werden musste. Ein weiterer Homburger berichtet ebenfalls von seinen Erfahrungen als älterer Fahrgast.

Der 90-Jährige informiere die Fahrer immer beim Einstieg in den Bus über seinen unsicheren Tritt. Das verhindere jedoch das ruckartige Anfahren meist nicht. Auch er sei schon einmal im Bus gestürzt. Zwei Beispiele, die zeigen, dass - entgegen den Aussagen von Saarpfalz-Bus-Sprecherin Sabine Klär - Stürze in Bussen keine Ausnahme sein können.

Klär tun solche Fälle zwar Leid, doch macht sie deutlich, dass die Fahrer nicht verpflichtet seien, so lange zu warten, bis alle Fahrgäste sich gesetzt hätten. Das Landgericht Offenburg kam im April 2008 zu dem Urteil, dass bei einem Sturz eines Fahrgastes bei einem normalen Ruck an einer Haltestelle ihn ein so erhebliches eigenes Verschulden treffe, dass die Haftung des Fahrers und des Halters ausgeschlossen sei.

Nur bei Gehbehinderte oder Blinden muss der Busfahrer warten


Nur in Ausnahmen, etwa bei Gehbehinderten oder Blinden, müsse sich der Busfahrer vergewissern, ob diese einen sicheren Platz oder Halt im Wagen gefunden haben. Allein das Alter könne mit einer schwerwiegenden Behinderung nicht gleichgesetzt werden. Und auch schwere Taschen seien keine Behinderung.

Busfahrer in der Zwischmühle: auf Senioren warten oder innerhalb Fahrplan-Zeiten bleiben?

Saarpfalz-Bus-Sprecherin Sabine Klär gibt zu bedenken, dass sich die rund 400 Busfahrer an Haltestellen um viele Dinge kümmern müssten: Fahrkarten verkaufen, kontrollieren und sich wieder in den fließenden Verkehr einfädeln. Zudem sitze den Fahrern auch die Zeit im Nacken. Gerade wenn Busse verspätet seien, beschwerten sich die Fahrgäste. Zudem sei es schwierig in einem vollen Bus, trotz der Spiegel, den Überblick zu behalten. fab

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein