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Ärger über Fahrradfahrer auf Gehwegen

Saarbrücken. Über rasende Radler auf dem Gehweg hat sich eine Malstätterin bitter beschwert. Viel zu schnell seien Radfahrer auf dem Bürgersteig unterwegs. Mit der Angst bekomme man es zu tun.

Auch in anderen Stadtteilen und in der Innenstadt kommt es immer wieder zu Konflikten zwischen Fußgängern und Radfahrern: Passanten ärgern sich über rücksichtslose Fahrradfahrer, die mit unangemessenem Tempo unterwegs sind.

Radfahrer wiederum kritisieren das fahrradfeindliche Klima in der Stadt und das mangelnde Verständnis vieler Fußgänger, die selbst solche Radfahrer verbal angehen, die auf ausreichend breiten Bürgersteigen langsam und rücksichtsvoll fahren.

Mit 80 Sachen in der Stadt

Beispiel: Die Feldmannstraße in Alt-Saarbrücken. "Berghoch fahre ich hier immer auf dem Bürgersteig", erzählt ein Anwohner. Dass das eigentlich nicht erlaubt ist, weiß der 40-Jährige sehr wohl. "Aber ich bin doch nicht verrückt und fahre auf der Straße, wo die Autos hier zum Teil mit 80 Stundenkilometern hochrasen." Der Bürgersteig in der Feldmannstraße sei breit genug für Radfahrer und Fußgänger. "Außerdem fahre ich bergauf so langsam, dass ich jederzeit stehen bleiben kann, wenn mir jemand vors Rad läuft." Dennoch sei er - sowohl in der Feldmannstraße als auch auf der offiziell für Radler und Fußgänger freigegebenen Alten Brücke - bereits von Passanten beschimpft worden.

Peter Teschner kennt die Problematik. Als Fahrradbeauftragter der Landeshauptstadt Saarbrücken erhält er regelmäßig Anrufe - sowohl von Fußgängern als auch von Fahrradfahrern. "Meine Aufgabe ist es allerdings nicht, Radfahrer zu ermahnen, sondern für eine vernünftige und sichere Infrastruktur zu sorgen", stellt Teschner klar. Gleichwohl plädiert der Fahrradbeauftragte für ein "rücksichtsvolles Miteinander" und verweist auf die Straßenverkehrsordnung.

Von Radfahrern erwartet er ein angemessenes Fahrverhalten und Rücksichtnahme auf den Fußgänger als schwächsten Verkehrsteilnehmer. Von den Fußgängern die Bereitschaft, Gemeinschaftsflächen als solche zu akzeptieren und Radfahrer nicht per se zu verteufeln. Er selbst könne es nachvollziehen, wenn jemand beispielsweise die Feldmannstraße nicht auf der Fahrbahn hinaufradeln wolle. "Dort würde ich als Fußgänger Radler auf dem Bürgersteig akzeptieren", sagt Teschner. Ginge es nach ihm, würde ein Teil der Gehwege für Fahrradfahrer freigegeben: "Ein Radfahrer, der sich vernünftig verhält, richtet dort keinen Schaden an", ist Teschner überzeugt.

Auf dem Bürgersteig eingezeichnete Radwege wie in der Mainzer Straße hätten sich nicht bewährt. "Die Fußgänger achten nicht auf die Markierung, so dass Radfahrer nicht zügig fahren können." Erstrebenswert seien daher zusätzliche Radwege auf der Fahrbahn. Doch auch hier gebe es Probleme. Zum einen würden die Radspuren auf der Straße nicht von allen Radlern genutzt. Zum anderen seien sie - wie etwa in der Bleich- oder Deutschherrnstaße - häufig zugeparkt. "Das eigentliche Problem ist die Disziplinlosigkeit vieler Autofahrer", schlussfolgert Peter Teschner. 
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