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Ärgerlich: Filmriss bei Saarbrücker Vorpremiere von 'Sex and the City 2'

Carries Auftritt am Mittwoch im Saarbrücker Cinestar lief nicht so gut.

Carries Auftritt am Mittwoch im Saarbrücker Cinestar lief nicht so gut.

Saarbrücken. „Das war also der „Sex and the City 2“-Vorpremierenabend – ein echter Reinfall!“, schimpft Kinobesucherin Jenny Meiers. „Das Schlimmste, was eintreten konnte, ist eingetreten“, sagt der Theaterleiter des Saarbrücker „Cinestars“, Michael Grundmann. Die Saarbrücker Vorpremiere des neuen Films über das New Yorker Damen-Quartett wird rund 800 Besuchern vom Mittwochabend lange in Erinnerung bleiben.

Denn die Szenen, die sich auf den Fluren abspielten, waren wahrlich filmreif: Wild gestikuliert beispielsweise die schicke Dame mit ihren Armen, wippelt dabei auf ihren Pumps vor und zurück. Durch die Bewegung weht ihr schwarzes Abendkleid heftig um die schlanken Beine. Ein Kino-Mitarbeiter steht vor ihr. Unbehaglich sieht er aus: Schweiß steht ihm auf der Stirn, die Verzweiflung in den Augen. „Ich kann ja auch nichts dafür“, sagt er immer wieder. Und: „Wir arbeiten ja daran.“ Ungeachtet dessen drischt die Dame in Schwarz weiter verbal auf ihn ein – den Tränen nahe. Ihre Stimme zittert. Enttäuschung. Wut.

Einen Tag vor dem offiziellen Filmstart sind 1500 Besucher – überwiegend weiblichen Geschlechts – in das Kino geströmt, wo der Film parallel in sieben Sälen läuft. Viele haben sich sogar extra für den Abend mit ihren durchgestylten Leinwand-Heldinnen herausgeputzt. Und dann das!

Der Film neigt sich gerade seinem Höhepunkt zu. „Wird sie, oder wird sie nicht?“, hämmert es in den Köpfen der vom Film gebannten Zuschauer, da wird es schwarz. Leere auf der Leinwand. „Ursache war ein Filmriss“, erklärt Grundmann am Tag danach. Und da an jenem Abend fünf der sieben Säle mit dieser einen, verhängnisvollen Film-Kopie betrieben werden, sorgt die Panne für eine Zwangspause in eben jenen fünf Vorstellungen.

Rund 800 der insgesamt 1500 Besucher sind von dem Ausfall betroffen. „Das kann ja irgendwo nicht sein!“, ist Kino-Besucherin Meiers auch einen Tag danach noch wütend. „Das ist ein technisch hochwertiges Kino, da muss man doch wissen, wo die Belastungsgrenzen liegen!“ Ob aber tatsächlich die Bandrolle dem bis zu 300 Meter langen Durchlauf durch fünf Säle nicht standhielt, oder ob der Defekt andere Ursachen hatte, ist noch unklar. Ein Test am heutigen Freitag soll Licht ins sprichwörtliche Dunkel bringen.

Chaos auf den Fluren
Am Mittwoch aber bleibt es erst einmal finster. Minutenlang passiert gar nichts. Dann geht das Licht an. Zuschauer strömen auf die Flure. Nach zehn Minuten tauchen Mitarbeiter auf: Gleich geht’s weiter, heißt es. Unterdessen Chaos: überfordertes Personal, geschlossene Tresen, verärgerte Gäste. Wer will, bekommt eine Freikarte oder sein Geld zurück. Freigetränke werden ausgegeben.

Nach 40 Minuten, nachdem zwei Kino-Mitarbeiter die Filmrolle geklebt und mühsam wieder eingefädelt haben, stöckeln Hauptfigur Carrie Breadshaw und ihre Freundinnen wieder über die Leinwand – viele Besucherinnen unterdessen schon nach Hause.

Theaterleiter Grundmann ist nun mit Schadensbegrenzung beschäftigt. Am Donnerstag seien zahlreiche Klagen aufgelaufen: „Wir werden alle Beschwerden beantworten“, verspricht er, und versichert: Einen solchen Zwischenfall wird es nicht mehr geben. Fortan laufe der Film nur noch in zwei Kinos und auf zwei getrennten Filmrollen. Zeitaufwendiges Einfädeln ausgeschlossen.




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