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Ärztestreik an kommunalen Kliniken: Im Saarland eher bescheiden

Während gestern bundesweit rund 15.000 Ärzte die Arbeit niederlegten, lief der Streik an kommunalen Kliniken im Saarland eher behutsam an. Trotz der laut Marburger Bund „prekären Lage“ der Ärzte.

Völklingen/St. Ingbert/Saarbrücken/Neunkirchen/Merzig. Der von der Standesorganisation Marburger Bund angekündigte unbefristete Ärztestreik an kommunalen Krankenhäuser im Saarland ist gestern an der Völklinger SHG-Klinik verhalten angelaufen. Peter Zwirner, stellvertretender Verwaltungsleiter, teilte mit, fünf der 100 Ärzte hätten ihren Dienst nicht angetreten.

Auch an den Merziger SHG-Kliniken wurde gestreikt. Man sei die Sache aber behutsam angegangen, so Dr. Klaus Hans, Mitglied des Marburger Bundes.

Die Geschäftsführung des Klinikums Saarbrücken informierte, dass trotz des Ärztestreiks der Krankenhausbetrieb in geordneten Bahnen läuft. Geschäftsführerin Dr. Susann Breßlein betonte, die Patientenversorgung sei gesichert (Patienten-Hotline zwischen 9 und 16.30 Uhr, Tel. 0681/963-1017). In der SHG-Klinik auf dem Saarbrücker Sonnenberg waren auch Ärzte im Streik. Die Notdienstvereinbarung werde aber eingehalten, sagte SHG-Sprecher Fred Eric Schmitt.

Laut SR befanden sich gestern auch Ärzte am Neunkircher Krankenhaus im Streik. Wie viele dem Aufruf folgten, blieb unklar.
Die 40 Ärzte am Kreiskrankenhaus St. Ingbert streikten nicht. Personalleiter Uwe Kunz: „Der Aufruf wurde zwar gehört, aber derzeit wird dem in unserem Haus nicht gefolgt.“

Rund 15.000 Ärzte aus 200 kommunalen Krankenhäusern haben sich laut Marburger Bund am ersten Tag des bundesweiten Streiks beteiligt. Laut Verbandschef Rudolf Henke bleibe die Nothilfe gewährleistet. Als Grund für den Streik nannte Verbandschef Henke, dass die Arbeitgeber nicht sähen, in „welch prekärer Lage“ die Kliniken seien. Derzeit blieben 5000 Ärztestellen unbesetzt. Ärzte seien permanent überlastet.
er/rols/mal/mst 
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