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Afghanistan-Einsatz bei Saarländern umstritten

Homburg-Einöd. Unter dem Leitthema „Krieg und Frieden. Kirche und Afghanistan“ diskutierten am Dienstagabend auf Einladung des Protestantischen Netzwerks Einöd-Ingweiler Vertreter von Politik, Kirche, Friedensbewegung und Bundeswehr den Einsatz der Streitkräfte in Afghanistan. Neben ethisch-moralischen Gesichtspunkten, so der Frage, ob es einen gerechten Krieg gebe, stand auch die politische und rechtliche Bewertung des Einsatzes der Bundeswehr sowie die Frage wann und wie sich ein Abzug gestalten sollte, im Zentrum der zweieinhalbstündigen Veranstaltung, die von SZ-Redakteur Jürgen Neumann und dem evangelischen Pfarrer Wilfried Bohn moderiert wurde.
Dr. Theophil Gallo, Rechtsanwalt, Betriebsrat und SPD-Abgeordneter im Saarpfalz-Kreistag, bewertete dabei den Einsatz als vor allem durch entsprechende Mandate der Vereinten Nationen gedeckt, gleichwohl das Kriegsvölkerrecht den Einsatz nicht als klassischen Kriegseinsatz begründen würde.
Gefragt, ob es eine Alternative zum Einsatz in Afghanistan geben würde, zeigte sich das Podium erwartungsgemäß uneins. Hauptmann Terry Meincke, Jugendoffizier bei der Saarlandbrigade in Saarlouis, verteidigte den Einsatz als unerlässlich, Thomas Hagenhofer vom Friedensnetz Saar hingegen mahnte, ebenso wie der katholische Geistliche Horst-Peter Rauguth von Pax Christi, zu einem Lösungsweg abseits vom Kampfeinsatz. Der Militär-Seelsorger Andreas Liedtke in der Kaserne Zweibrücken-Niederauerbach, sprach von einem schwierigen Spagat zwischen dem christlichen Gebot der Nächstenliebe und der Realität des Krieges, dem er täglich begegne. Er war lange in Afghanistan.
Mit Blick auf die Frage, wie und wann ein Abzug der Truppen geboten sei, machten Mitglieder der Friedensbewegung deutlich, dass aus ihrer Sicht die Truppen sofort aus Afghanistan abgezogen werden müssten. Dem widersprachen die Bundeswehrvertreter. Sie wiesen dabei auch auf Erfolge des Einsatzes bei der Stabilisierung Afghanistans hin. thw



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