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Air Berlin fliegt 2010 von Ensheim nach Nizza

Saarbrücken. Der Flughafen Saarbrücken verbuchte im ersten Halbjahr 2009 einen Passagierrückgang von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl sank von 240 982 in den ersten sechs Monaten 2008 auf 209 636. Innerhalb der 23 Internationalen Verkehrsflughäfen in Deutschland liegt der Saar-Airport damit über dem statistischen und von den Krisenfolgen geprägten Bundesdurchschnitt von minus 7,9 Prozent. "Wir müssen unsere Zahlen aber mit Flughäfen ähnlicher Größenordnung vergleichen, da liegen wir dann so schlecht nicht und sind noch mit einem blauen Auge davongekommen", erklärte Flughafenchef Friedhelm Schwan gestern gegenüber unserer Zeitung. Der Flughafen Stuttgart musste in den ersten fünf Monaten Einbußen von 14 Prozent einstecken, sogar über 30 Prozent liegt der Flughafen Dortmund im Minus. "Ich bin sicher, dass wir im Gesamtjahr die 500 000 Passagiere auch mit Blick auf den anlaufenden Urlaubsverkehr schaffen", sagte Schwan. So werde Air Berlin ab Ende September wieder (wie schon 2008) die München-Strecke sechs Mal pro Woche mit einem Turboprop Bombardier Q 400 (72 Plätze) bedienen, die derzeit nur von der Luxair geflogen wird. Geplant sei ab Winterflugplan auch ein Zubringer von Saarbrücken zum Amsterdamer Flughafen Schiphol. Die ausführende Gesellschaft wird in Kürze benannt, so Schwan.

Die Gesellschaft Hamburg International plane die Aufnahme neuer Ziele auf Kreta und in Marokko. [Trenner] Zudem arbeite man am Saar-Airport an einer Vernetzung mit mehreren deutschen Flughäfen, die sich gegenseitig beim Auffüllen der Maschinen zu bestimmten Zielen unterstützen wollen, indem statt Direktflügen eine Zwischenlandung zur Aufnahme von Passagieren bei den Partnern eingelegt wird. Neu wird eine Verbindung von Saarbrücken nach Nizza ab 14. Februar 2010 sein, die von Air Berlin (einmal wöchentlich mit dem Airbus A 320) geflogen werden soll. Angesichts der gut frequentierten Berlin-Strecke "arbeiten wir an weiteren Optionen auf dieser Linie, also zusätzlichen Slots, um Warteschlangen in der Buchung abzubauen", sagte Schwan.

Im Linienverkehr wurden in Saarbrücken in den ersten sechs Monaten 160 497 (Vorjahr 179 578) Passagiere gezählt - ein Minus von 10,6 Prozent. Stärker eingebrochen ist der Charterverkehr: Dazu zählen so genannte Ad-hoc-Charter und der Pauschalreise-Verkehr als größter Block. Der musste im ersten Halbjahr ein Minus von 20,4 Prozent verbuchen - von 59 532 auf 47 382. Erfreuliches Plus im Berlin-Verkehr trotz der Konkurrenz in Zweibrücken durch Germanwings: Der Verkehr in die Bundeshauptstadt stieg um knapp fünf Prozent auf 54 272 Passagiere. Die Ferien-Rennstrecke nach Mallorca verbuchte knapp fünf Prozent weniger (rund 38 500).

Im ersten Halbjahr fertigten die deutschen Verkehrsflughäfen 84,5 Millionen Passagiere ab, wie der Flughafenverband ADV mitteilte. Für das Gesamtjahr rechnet der ADV mit einem Minus von sechs Prozent. Dennoch: "Wir gehen davon aus, dass wir das Schlimmste hinter uns haben", so ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel.
Udo Rau (SZ)

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