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Aktion „Nette Toilette“: Fünf Gastronomen sind dabei

Gastronom Jérôme Bour vom Restaurant Toscana hat das erste Emblem zur „Netten Toilette“ angebracht. Foto: Michael Haßdenteufel/Stadt St. Ingbert

Gastronom Jérôme Bour vom Restaurant Toscana hat das erste Emblem zur „Netten Toilette“ angebracht. Foto: Michael Haßdenteufel/Stadt St. Ingbert

Das Bistro Bellini, das Café Maria, das Restaurant Toscana, das Kulturbistro Soho und das Eiscafé Europa sind die Gastronomen der Mittelstadt, die an der Aktion „Nette Toilette“ teilnehmen. Das erste Emblem zur „Netten Toilette“ hat Gastronom Jérôme Bour am Dienstag an der Restauranttür des „Toscana“ angebracht (wir berichteten kurz). Bour sagt, dass er keine Sekunde gezögert habe, sich an der Aktion zu beteiligen. Schließlich habe man als Gastronom Toiletten, die gut zu erreichen seien.

 

Hinter der „Netten Toilette“ steht die Idee, dass Gastronomen in St. Ingbert gegen eine Aufwandsentschädigung von 40 Euro monatlich, bereitgestellt im Haushalt der Stadt St. Ingbert , der Allgemeinheit ihre Toiletten zur Verfügung stellen. Schon länger ist das Projekt in Planung, „das zu einer verbesserten Situation in der Innenstadt beiträgt“, sagte Oberbürgermeister Hans Wagner am Dienstag. Wagner weiter: „Auch ohne diese Aktion hätte kein Gastronom einen Gast abgewiesen, aber nun muss es keine Ängste vor einer Absage mehr geben.“

 

Öffentliche Toiletten rar

Ins Leben gerufen wurde das Projekt vom inzwischen aufgelösten Seniorenbeirat und nun von den ehemaligen Mitgliedern Klaus Schulz und Michael Görg in Zusammenarbeit mit dem Ortsrat, der Stadtverwaltung sowie Handel und Gewerbe weitergeführt. Dass weitere Gastronomen folgen, das wünschen sich alle Beteiligten. Zwölf Gastronomen seien angesprochen worden.

 

Die Idee entstand, da öffentliche Toiletten rar sind. So dachte der Seniorenbeirat über alternative Modelle nach. Mit der „Netten Toilette“ war eine Idee geboren, die es mit Gastwirten in der Stadt zu verhandeln galt. Mit der Verwaltung wurde ein Vertragsentwurf abgestimmt, der Klarheit zwischen Stadtverwaltung und Wirten schafft, und es wurde gemeinsam mit der Stadtverwaltung ein kleines Emblem entwickelt, das teilnehmende Gaststätten kenntlich macht. Barrierefrei ist zwar keine der „Netten Toiletten“, jedoch sieht der Ortsvorsteher von St. Ingbert-Mitte, Ulli Meyer, die Aktion als wichtigen Schritt, gerade auch für ältere Bürger. Nun ist der Anfang gemacht und auch der Hauptgeschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga, Frank C. Hohrath, äußert sich dazu. „Eine tolle Idee“, teilt er mit. Er betont auch, dass es grundsätzlich keinen Anspruch für Nicht-Gäste gäbe, eine Toilette in einem Lokal – und noch dazu umsonst – zu benutzen. Hohrath: „Um so erfreulicher ist es, dass in St. Ingbert auf freiwilliger Basis eine Lösung gefunden wurde.“

 

Nicht jeder will das Emblem

Auch Ideengeber Klaus Schulz betont zudem, dass manche Gastronomen zwar vielleicht kein solches Emblem an ihrer Tür oder an ihrem Fenster haben wollen, aber den Nicht-Kunden dennoch den Gang zur Toilette ermöglichen würden. In einigen Monaten möchte Schulz nachfassen, die teilnehmenden Gastronomen nach ihren Erfahrungen fragen, die noch nicht Teilnehmenden erneut nach eventuell bestehendem Interesse fragen.

 

Dagmar Demin von Handel & Gewerbe informiert, dass man sich das Thema ebenfalls auf die Fahnen schreiben werde. Zugleich weist sie darauf hin, dass es für Händler oftmals nicht so einfach sei, jedermann eine Toilette zur Verfügung zu stellen, da es manchmal auch steile Treppenzugänge oder weite Wege gebe.
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