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Akute Einsturzgefahr: Behörde sperrt Fechinger Autobahnbrücke

Gestern in aller Frühe lag die Fechinger Talbrücke schon völlig verlassen da. Der Landesbetrieb für Straßenbau hatte die Brücke am Donnerstagabend wegen gravierender statischer Probleme gesperrt. Die ganze Konstruktion droht einzustürzen. Foto: Becker & Bredel

Gestern in aller Frühe lag die Fechinger Talbrücke schon völlig verlassen da. Der Landesbetrieb für Straßenbau hatte die Brücke am Donnerstagabend wegen gravierender statischer Probleme gesperrt. Die ganze Konstruktion droht einzustürzen. Foto: Becker & Bredel

Die Maßnahme kam völlig überraschend: Der Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) hat die Fechinger Talbrücke auf der A 6 bei Saarbrücken voll gesperrt. Man habe „zum Schutz von Leib und Leben der Verkehrsteilnehmer“ gehandelt, teilte die Behörde mit. Dem LfS liegen nach eigenen Angaben seit Donnerstag zwei Gutachten vor, die „massive statische Defizite“ der 400 Meter langen Talbrücke feststellten. Ohne Vorwarnung hätte ein Pfeiler der 53 Jahre alten Konstruktion einknicken und die ganze Brücke einstürzen können, sagte LfS-Sprecher Klaus Kosok unserer Zeitung.

Die denkmalgeschützte Brücke wird nach Angaben der Behörde alle drei Jahre überprüft. Bei der letzten Untersuchung 2013 seien keine Mängel aufgefallen, die die Verkehrstauglichkeit beeinträchtigt hätten. Geprüft wird bei den Routine-Tests allerdings nur die Bausubstanz, nicht die Statik. Verkehrs-Staatssekretär Jürgen Barke verteidigte das Vorgehen des LfS. Selbst Fachleute seien angesichts der Statik-Probleme überrascht. Die Schwachpunkte seien bei den regelmäßigen Prüfungen nicht zu erkennen gewesen.

Wann und ob die Talbrücke überhaupt wieder freigegeben werden kann, ist aus Sicht des LfS völlig offen. „Eine Prognose wäre wie Kaffeesatz lesen“, sagte Kosok. In den nächsten Wochen werde das Bauwerk zunächst vollständig auf Mängel untersucht. Falls möglich, solle die Brücke schnellstmöglich provisorisch verstärkt werden. Wenn das gelingt, könnte nach LfS-Angaben ab Anfang 2017 wieder Verkehr über die Brücke fließen. Andernfalls blieben nur Abriss und Neubau.

Bereits im eher ruhigen Feiertagsverkehr am Freitag zeigten sich erste Auswirkungen der Brückensperrung. Auf der Umleitung entstand ein kilometerlanger Stau. Pendlern, Anwohnern der Umfahrungen und Nutzern des Saarbrücker Flughafens droht nun ein monatelanges Verkehrs-Chaos. > , Meinung

 
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