A1 Trier Richtung Saarbrücken Zwischen AS Eppelborn und AS Illingen Gefahr durch defektes Fahrzeug (unbeleuchteter Pkw auf Standstreifen) (07:50)

A1

Priorität: Sehr dringend

4°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
4°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Al Gore wirft beim Gondwana- Start die Saarländer raus

Bei der Eröffnungsveranstaltung am 13. Dezember (20cent berichtete) wird Gore unter Ausschluss der Öffentlichkeit reden. Das teilte gestern der Marketing-Beauftragte des Parks, Eric Schneider, mit. Bei der Rede des Umweltpolitikers vor geladenen Gästen ist die Presse nur die ersten fünf Minuten zugelassen; danach müssen die Journalisten den Saal verlassen. Schneider: "Der ausdrückliche Wunsch des Gastes!" Dafür gab es gestern Prügel von allen Seiten:

♦ Die Chefin des Saarländischen Journalistenverbandes (SJV), Ulli Wagner: "Das ist ein Eingriff in die Freiheit der Berichterstattung!" Der Gondwana-Park sei ein Projekt, das auch mit Steuergeldern finanziert sei. Da könne man nicht so tun, als sei die Eröffnungsveranstaltung reine Privatsache. ♦ Der Vorsitzende der Landespressekonferenz (LPK), Michael Kuderna, forderte die Veranstalter auf, unverzüglich die Beschränkungen aufzuheben. ♦ Die saarländischen Grünen reagierten als erste. Sie hoben den Gore-Skandal auf eine politische Ebene. In einer Anfrage an die Landesregierung wollen sie wissen, wer die Kosten für den Auftritt und die Reise Al Gores ins Saarland übernimmt. Diese Kosten sind laut Grünen-Politiker Hubert Ulrich (51) erheblich. 150000 bis 180000 Dollar soll die Rede des amerikanischen Politikers kosten. Ulrich: "Es wird immer deutlicher, dass der Auftritt von Gore eine gekaufte Werbeveranstaltung ist." ♦ SPD-Chef Heiko Maas (42) forderte freie Berichterstattung: "Schließlich handelt es sich nicht um einen Privatpark, sondern um eine mit Steuergeldern subventionierte öffentliche Einrichtung." ♦ Der FDP-Landtagsabgeordnete Manfred Baldauf (55) sagte, die Saarländer hätten den Park mit Steuergeld erst möglich gemacht. Gore bescheinigte er ein Verhalten wie ein Gutsherr: "Gondwana gehört den Saarländern und nicht Al Gore." Die Organisatoren hätten sich einen offeneren Redner suchen sollen. ♦ Sozialminister Gerhard Vigener(62, CDU) bedauerte den Ausschluss: "Mir gefällt das auch nicht."
Alexander Will

Ihre Meinung ist gefragt

:: Mitdisktutieren im 20cent-Blog: "Einfach übel"


Mehr zum Thema

:: Al Gore kommt ins Saarland
:: Wird Gondwana Park zum Millionen-Grab?
Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein