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Alarm: Plastikabfälle hinter dem Haus vergraben

 Wallerfangen. Auf dem Gelände einer Schreinerei in Wallerfangen ist in den vergangenen Jahren hauptsächlich Kunststoffmaterial, das hätte entsorgt werden müssen, unerlaubt hinterm Haus vergraben und deponiert worden. Auf einem Gelände mit grünen Sträuchern und üppigen Bäumen stecken Rollen mit Kunststoff- Folie in einem Container. Auf einem Schutthaufen in der Nähe liegt Material, das wie Sägespäne oder zerschredderte Spanplatten aussieht. Noch etwas weiter von der Schreinerei weg ist per Radlader eine tiefe Grube ausgehoben worden. Ebenerdig liegen dort alte Rollläden aus Plastiksegmenten, im Boden stecken weitere Rollen mit Folie. Dem Anschein nach befindet sich ein Teil des Aushubs inzwischen im bereits erwähnten Container. „Das ist ein Tatort“, sagte am Donnerstagnachmittag Klaus Weiland, Leiter des LKA-Dezernates Umweltkriminalität. Medien seien nicht zugelassen. Später nannte er auf Anfrage eine Strafanzeige als Grund seiner Anwesenheit. Noch unklar sei, ob es sich um einen Straftatbestand handele oder um eine Ordnungswidrigkeit. Weiterführende Auskunft gebe die Staatsanwaltschaft. Die bekomme nächste Woche seinen Bericht. Zur Klärung der Sachlage waren außer dem Landeskriminalamt noch das Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz, LUA, im Einsatz sowie das Ordnungsamt der Gemeinde Wallerfangen. „Sieht aus wie Kunststoffmaterial von einer Tartanbahn“, rätselte ein LUA-Mitarbeiter an einer Stelle gleich am Eingang zum Grundstück. Wie feinkörniges Plastikgranulat sieht dieses Material aus. Im erwähnten Schutthaufen legte ein Multifunktionsfahrzeug der Gemeinde tiefere Schichten frei. Das LUA nahm an mehreren Stellen Proben für Laboruntersuchungen. Diese eigenwillige Art der Entsorgung erfolgte auf einem Grundstück, das vermutlich der Gemeinde Wallerfangen gehört. Denn er habe die Flächen hinter der Schreinerei in den 60er Jahren gemietet, stellte der Betroffene dar. „Auf 100 Jahre“. Der Angezeigte habe sich bereit erklärt, das Material zu beseitigen, hieß es nach rund eineinhalb Stunden von Seiten der Ordnungshüter. Ob dies auch eine weitere Bodenuntersuchung beinhaltet und einen vielleicht notwendigen Austausch des Bodens ist derzeit nicht bekannt. Ein blaues Hinweisschild in der Nähe weist zudem dort ein Wasserschutzgebiet aus. Das abfallende Grundstück endet an einem Wasserlauf, dahinter liegt ein von Schilf bestandenes Feuchtgebiet. Und auch dort liegt Abfall aus vielen Jahren. Unter anderem zerbrochene Glasbausteine, Reste von Füllschaum, Plastik, Farbeimer und Holzteile.
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