L125 Neunkirchen Richtung Saarbrücken-Johannisbrücke Kreuzung Neunkirchen-Sinnerthal Vollsperrung, Bauarbeiten bis 01.05.2018, eine Umleitung ist eingerichtet Die Sperrung erfolgt aufgrund von Sanierungsarbeiten am Brückenbauwerk und der Fahrbahn im Bereich "Plättches Dohle" (18.04.2017, 10:58)

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Alle Jahre wieder: Das Kreuz mit den guten Vorsätzen

Gesünder essen, nie wieder rauchen, mehr Sport treiben: Zum Jahreswechsel fassen wir immer wieder gute Vorsätze - um sie nach wenigen Tagen wieder zu vergessen. Warum das so ist, und wie es uns gelingen kann, im Jahr 2010 vielleicht doch ein anderer Mensch zu werden, erklärt Birgit Mauler, leitende Psychologin an der privaten Christoph-Dornier-Klinik für Psychotherapie in Münster.

Warum wollen wir unbedingt zum Jahreswechsel ein neuer Mensch werden?
Mauler: „Gerade in unserem westlichen Kulturkreis ist es eine Tradition, zur Jahreswende Bilanz zu ziehen. In den Firmen gibt es den Jahresabschluss, zu Hause werden Fotoalben verschenkt, überall im Fernsehen laufen Jahresrückblicke. Man sieht, was gut und was schlecht gelaufen ist im alten Jahr. Daraus resultieren dann die guten Vorsätze. Der Stichtag dazu ist dann der 31. Dezember. Danach verändert sich die Jahreszahl, es fängt scheinbar etwas Neues an. Wir neigen dann dazu, uns zu Veränderungen hinreißen zu lassen.“

Warum ist dann nach wenigen Tagen doch wieder alles beim Alten?
Mauler: „Gute Vorsätze sind meistens problematisch. Es ist zwar eine positive und hilfreiche Sache, wenn man schaut: Was gefällt mir nicht, was will ich verändern. Das ganze hat aber auch Tücken: Die Menschen neigen dazu, sich Gewohnheiten herauszusuchen, die sich sehr schwierig verändern lassen. Viele kommen etwa zu dem Schluss, gesünder leben zu wollen, also abzunehmen, mit dem Rauchen aufzuhören. Dies sind Dinge, die schwierig zu ändern sind. Die Therapie von Panikattacken ist einfacher.“

Sollte man gute Vorsätze zum 1.1. also einfach bleiben lassen?
Mauler: „Nicht unbedingt. Man sollte sich allerdings nicht zu viele Dinge vornehmen. Gesünder leben etwa heißt ja meist: mit dem Rauchen aufhören, gesünder essen, Sport treiben und weniger Alkohol trinken. Wer sich so viel vornimmt, kommt schnell in die Misserfolgsfalle. Spätestens im März merkt man: Na toll, hat alles nicht geklappt. Das führt zu der deprimierenden Erfahrung, dass man sowieso nichts ändern kann im Leben. Aber das stimmt gar nicht.“

Wie schaffen wir es, Vorsätze erfolgreich umzusetzen?
Mauler: „Es bedarf eines sehr festen Entschlusses, bestimmte Dinge zu verändern. Das muss vorbereitet werden, etwa mit einem Maßnahmenplan, in dem die Zielvorstellungen schriftlich festgehalten sind. Man sollte zum Beispiel darüber nachdenken, wie viel man abnehmen will, welche Sportart man machen will, welche Diät sinnvoll ist. Auch kleine Zwischenziele helfen. Zum Beispiel kann man versuchen, Zigaretten schrittweise zu reduzieren. Für Rückschläge kann man sich eine Notfall-Strategie zurechtlegen. Wer das schafft, sollte sich immer wieder selbst belohnen.“

Wie lauten Ihre Vorsätze für 2010?
Mauler: „Ich nehme mir keine guten Vorsätze mehr vor. Ich habe zwar auch Dinge, die ich ändern will. Aber das überlege ich mir nicht zum 31. Dezember. Letztes Jahr wollte ich zum Beispiel mehr Sport machen. Damit habe ich im Sommerurlaub angefangen. Da war tolles Wetter, ich hatte Zeit, verschiedene Sportarten auszuprobieren. Das hat bis heute gut geklappt.“

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