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Alle reißen sich um „Farbenblind“

Von Marko Völke

Saarbrücken. „Damit haben wir nicht gerechnet“, freut sich Burkhard Jellonnek, Leiter der Landeszentrale für politische Bildung des Saarlandes, über die Erfolgswelle, auf der das von ihm initiierte Musik-Projekt „Farbenblind“ momentan schwimmt. Die Auftrittsanfragen für die elf Schüler und ihren von Frank Nimsgern komponierten Song häufen sich. Nach ihrem Besuch in der Landesvertretung des Saarlandes in Berlin präsentierten die Jugendlichen ihr Lied für das bundesweite Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ am Samstag auch auf dem Leserfest der Saarbrücker Zeitung.
In der vergangenen Woche ist den Initiatoren nun noch ein weiterer Coup gelungen. In ihrer aktuellen Ausgabe widmet die Jugendzeitschrift „Bravo“ dem Projekt unter der Überschrift „Gemeinsam können wir den Hass besiegen!“ eine Doppelseite. Nun ist auch Frontsängerin Tuka Tajali aus St. Ingbert, die gerade mitten in ihren Abiturprüfungen steckt, ein „Bravo“-Star. „Wir haben uns sehr darüber gefreut“, sagt die 18-Jährige. Ihr Terminkalender ist voll. Nach Auftritten in Berlin und auf dem Kaiserslauterner Betzenberg sind die Schüler nun unter anderem auch beim „Halberg Open Air“ am 22. Juni und beim Altstadtfest in Saarbrücken sowie der Musical-Gala „Nimsgern and Friends“ in Losheim mit dabei. Jellonnek: „Die Nachfrage ist wirklich groß.“ Einige Shows habe er schon wegen Termin-Überschneidungen absagen müssen. Und auch in sozialen Netzwerken ist „Farbenblind“ bereits erfolgreich vertreten. Bei „Facebook“ hat das Projekt rund 850 Freunde, das Video auf „Youtube“ wurde schon über 6.000 Mal angeklickt.
Nach diesem tollen Start steht für den Initiator nun fest: „Wir werden das Projekt auf jeden Fall fortsetzen“. Das sei auch mit Frank Nimsgern so abgestimmt. Der saarländische Musical-Komponist arbeite zur Zeit an weiteren Songs für ein „Farbenblind“-Album. Fest stehe bereits, dass das Ensemble weiter themengebundene, hintergründige Lieder singen soll. Ein Vertrag bei einer großen Plattenfirma wollen die Initiatoren dagegen eher nicht: „Das Autarke ist uns sehr wichtig.“
Nach den Sommerferien soll an den saarländischen Schulen ein Casting für eine Live-Band starten, die „Farbenblind“ bei ihren Auftritten begleitet. Für die jungen Talente eine große Chance, Fuß im Showgeschäft zu fassen. „Der musikalische und menschliche Wert von ,Farbenblind’ ist viel größer und langlebiger als bei ,DSDS’“, steht auch für den Ex-Kandidat der RTL-Casting-Show und Frontsänger Philipp Allar fest. Für Bandkollegin Tuka Tajali hat das Projekt nach dem Abi sogar Vorrang vor einem Studium: „Es war immer mein größter Traum, Sängerin zu werden.“
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