L125 Neunkirchen Richtung Saarbrücken-Johannisbrücke Kreuzung Neunkirchen-Sinnerthal Vollsperrung, Bauarbeiten bis 01.05.2018, eine Umleitung ist eingerichtet Die Sperrung erfolgt aufgrund von Sanierungsarbeiten am Brückenbauwerk und der Fahrbahn im Bereich "Plättches Dohle" (18.04.2017, 10:58)

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Alle wollen Südumfahrung am Messegelände

Eine Verbindung der Stadt- und der Frankreichautobahn mit einer Südumfahrung durchs Deutschmühlental und eine Verbindung nach Burbach würde Alt-Saarbrücken, Malstatt und Burbach entlasten (Symbolfoto).

Eine Verbindung der Stadt- und der Frankreichautobahn mit einer Südumfahrung durchs Deutschmühlental und eine Verbindung nach Burbach würde Alt-Saarbrücken, Malstatt und Burbach entlasten (Symbolfoto).

Alt-Saarbrücken/Burbach. Dietmar Kolling will nicht missverstanden werden. Er und das Saarbrücker Bürgerforum, für das er spricht, stehen hinter dem Projekt „Stadtmitte am Fluss“. Aber bevor die Stadtautobahn – womöglich – in einen Tunnel verlegt wird, ist aus Sicht des Bürgerforums eine andere Autobahnbaustelle einzurichten – am Messegelände. Dort müsse so schnell wie möglich ein „Vollanschluss“ gebaut, also eine Verbindung zu den Burbacher Saarterrassen auf der einen, zur Frankreichautobahn auf der anderen Seite geschaffen werden.



"Das müsste zuerst gemacht werden"

Das Bürgerforum, das einst die Umwandlung des St. Johanner Markts in eine Fußgängerzone vorangebracht, den Abriss der Alten Brücke verhindert und das Altstadtfest erfunden hat, sieht in der Neuordnung der Messe und deren Umfelds die vordringlichste Aufgabe der Stadtplanung. Die neue Veranstaltungshalle soll aufs Messegelände gebaut werden. Auf dem Gelände des ehemaligen Milchhofs sollen Parkplätze entstehen. Durchs Deutschmühlental soll eine mehrspurige Straße, womöglich sogar eine Autobahn gebaut werden, die die Stadtautobahn mit der Frankreichautobahn verbindet – die lange diskutierte Südumfahrung.

„Das müsste zuerst gemacht werden, anstatt sich noch 20 Jahre lang darüber zu unterhalten, ob wir 400 Millionen Euro für die Stadtmitte am Fluss haben“, sagt Kolling. „Der Tunnel wird dadurch nicht überflüssig“, erklärt er. Im Gegenteil: Die Südumfahrung werde gebraucht, damit während der Tunnelbauphase kein Verkehrschaos in der Innenstadt entsteht.

„Ich bin der Meinung, man muss da einen großen Wurf machen“

Ähnlich hatte bereits der ehemalige saarländische Wirtschafts- und Verkehrsminister Hanspeter Georgi (CDU) argumentiert. „Ich bin der Meinung, man muss da einen großen Wurf machen“, sagt auch der Oberbürgermeisterkandidat der Saarbrücker CDU, Peter Strobel. Die Südumfahrung sei wichtig. Und „der Brückenschlag auf die andere Saarseite nach Burbach ist den Unternehmen auf den Saarterrassen ja schon lange versprochen“, sagt er.

Brückenschlag bis 2020?

Dieser Brückenschlag ist auch aus Sicht der Bezirksbürgermeister West, Claus Theres (SPD), und Mitte, Christa Piper (SPD), wichtig. Menschen, die mit dem Auto auf die Saarterrassen wollen, fahren zurzeit entweder an der Malstatter Brücke von der Stadtautobahn ab und drängen sich durch Malstatt. Oder sie fahren an der Gersweiler Brücke raus und sorgen in Burbach für Lärm und Abgase.

„Wir wären alle froh, wenn der Anschluss 2020 fertig wäre“, sagt der Geschäftsführer der städtischen Entwicklungsgesellschaft GIU, Jürgen Schäfer. Er denkt schon weiter: Die Stadt müsse begleitend zu den Planungen des Landesbetriebs für Straßenbau, der für die Autobahn zuständig ist, „Knotenpunkte neu ordnen“. Weil durch einen Anschluss der Saarterrassen an deren Einfahrt in Burbach mehr Verkehr entstehe, müsse dort ein Kreisverkehr gebaut werden.

Kostenteilung zwischen Bund und Stadt?

Bis es soweit ist, wird wohl noch viel Wasser die Saar runterfließen. Es gebe lediglich erste Entwürfe, noch keine konkreten Pläne für den Autobahnanschluss, teilte das saarländische Umwelt- und Verkehrsministerium gestern auf Anfrage mit. Man könne noch nicht sagen, was das Ganze kostet, weil die Planungen „in einem viel zu frühen Stadium“ sind, sagt Ministeriumssprecherin Sabine Schorr. Klar sei aber bereits, dass „eine der entscheidenden Fragen die der Kostenteilung zwischen Bund und Stadt“ sei. Auf die Stadt komme ein nicht unerheblicher Kostenbeitrag zu.

Die Stadt sei in die Planungen „intensiv eingebunden“, sagt Stadtpressesprecher Thomas Blug. Saarbrücken gehe davon aus , dass der Landesbetrieb für Straßenbau bis 2012 die Planunterlagen vorlegt.

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