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Alleh klopp: Schläger missbrauchen Fastnacht

Rosenmontagsbilanz aus Ensheim? Bis in den späten Abend des Fastnachter-Festtages war in der Inspektion Brebach nicht dran zu denken. Zu sehr hatten selbst um 22 Uhr Polizisten damit zu tun, Schläger und andere Straftäter in die Schranken zu weisen und das Geschehen am Rande des Umzuges zu verarbeiten.

13 Stunden später war Einsatzleiter Alexander Schmauch schon wieder im Dienst. Er erläuterte der SZ, wie Kriminelle den Narrentreff zum Vorwand für Straftaten missbraucht hatten. Was für den erfahrenen Polizisten unerfreulicher, aber keineswegs spektakulärer Alltag ist, liest sich immer noch schlimm genug. „Wir haben zwölf Strafverfahren eingeleitet, die meisten davon wegen Körperverletzung und Bedrohung.“ Und das ist sogar eine einigermaßen positive Bilanz angesichts des noch schlimmeren Rosenmontags 2014. Während die allermeisten der rund 9000 Besucher einfach miteinander fröhlich waren, gärte es am Rande gewaltig, weil ständig Stunk in der Luft lag. „Wir hatten eine große Zahl von Platzverweisen und Personalienfeststellungen, auch um weitere Straftaten zu verhindern.“ Dabei ist Schmauch eines wichtig: „Das Problem ist nicht die Ensheimer Bevölkerung. Die Leute, die uns Schwierigkeiten machen, kommen von außerhalb in den Stadtteil, etliche davon sogar aus anderen Teilen des Saarlandes.“ Diese Klientel ist von vornherein auf Streit aus und hat einen Treffpunkt mit trauriger Tradition. Schmauch: „Dieses Problemfeld ist der Platz vor der Festhalle.“ Genau weil das nicht erst in diesem Jahr so war, hatten die Einsatzplaner Verstärkung geordert. Bereitschaftspolizisten verstärkten vorgestern die Sicherheitskräfte. „Wir waren recht gut aufgestellt.“ Das hat, wie für Schmauch feststeht, verhindert, dass in Ensheim noch mehr vorkam. Außerdem verhinderte der große Auftritt der Sicherheitskräfte, dass Beamte verletzt aus dem Einsatz zurückkehrten. Wenn die lange Rosenmontagsschicht bis ins Detail ausgearbeitet ist, kommen die Konsequenzen für 2016 zur Sprache. Schmauch geht davon aus, dass sich Veranstalter, Stadt und Polizei Anfang März an einen Tisch setzen. Ziele: weniger Stunk, weniger Gewalt. Und nie wieder so schwere Zwischenfälle wie am Rande des Rosenmontagszugs 2014. Damals wurde ein Polizist so schwer verletzt, dass er noch lange danach dienstunfähig war.
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