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Alles teurer - aber Saar-Produkte helfen sparen

Saarbrücken. Deutschland liegt den EU-Angaben zufolge mit einer Teuerungsrate von 2,7 Prozent im vergangenen Monat leicht unter dem Schnitt der Euro-Zone. Aber auch hier gilt: Lebensmittel werden teurer, und für den Einkauf im Supermarkt müssen Verbraucher zum Teil deutlich tiefer in die Tasche greifen. Insgesamt stiegen die Preise für Nahrungsmittel in den vergangenen zwölf Monaten um durchschnittlich sieben Prozent. Teurungs-Spitzenreiter sind Tiefkühl-Pommes mit bis zu 43 Prozent. Seit vielen Jahren betreibt Gemüsebäuerin Christa Welsch aus Lisdorf einen Stand auf dem Bauernmarkt in St. Johann. Ihre Kartoffeln sind schon lange nicht mehr teurer geworden, obwohl es natürlich auch bei ihr saisonale Preisschwankungen gibt. Ein Kilo verkaufe sie schon seit Monaten für einen Euro. Auch die anderen Gemüsesorten würden ihren Preis halten.



Gesünder und billiger ernähren

Fertig-Pommes kauft Welsch selbst nicht, stattdessen kommen bei ihr hin und wieder selbstgemachte auf den Tisch. „Die sind nicht nur gesünder, sondern schmecken auch besser“, sagt sie. Und sie seien günstiger. Überhaupt: Wenn man sich auf die ursprünglichen Produkte wie beispielsweise Kartoffeln konzentriere, statt verarbeitete und teure Fertigprodukte zu kaufen, könne man sich nicht nur gesünder, sondern auch billiger ernähren. „Wenn Sie im Herbst auf dem Markt eine halben Zentner frische Kartoffeln kaufen, kostet der nur zwölf Euro. Damit lassen sich sehr, sehr viele Pommes machen“, sagt Welsch.Zum Abschluss hat sie noch einen Tipp: „Salate sind momentan sehr günstig. Bei uns kostet der erntefrische Kopfsalat 80 Cent.“

Preise „relativ konstant geblieben“

François Spohns aus Gersweiler verkauft ebenfalls Gemüse auf dem Bauernmarkt. Auch seine Kartoffeln sind nicht teurer geworden. Aber dafür seien sie „bio und einfach wunderbar. Besonders zum Spargel“. Mit Industrieware ließen sich seine Kartoffeln und das andere Gemüse eh nicht vergleichen. Neben Tiefkühlpommes sind die höchsten Preisanstiege, neben Kaffee und Apfelsaft, bei Milchprodukten zu verzeichnen. Die Preise der Bio-Produkte am Marktstand des Neukahlenberger Hofes seien indes „relativ konstant geblieben“, sagt Marktverkäufer Michael Umlauf, der hier schon seit über fünf Jahren am Stand verkauft.

Erste Erhöhung seit 2007

Im Gegensatz zu den Milchprodukten im Discounter, die bei Milch, Käse, Quark und Butter Preisunterschiede zwischen elf und 35 Prozent zum letzten Jahr verzeichnen, seien die Preise für Bio-Milchprodukte seines Hofs lediglich um drei bis sieben Prozent gestiegen. „Das war die erste Erhöhung seit 2007.“ Nötig sei die gewesen, um Preiserhöhungen bei Tierfutter, Treibstoff oder Getreide zu decken. „Wir sind ein Demeter- Betrieb und im Bio-Bereich sind Produkte immer etwas teuer. Aber wir sind etwa bei unserem Apfelsaft am unteren Limit bei Bio-Säften. Da habe ich in Supermärkten schon teurere gesehen. Trotzdem mussten wir seit letztem Jahr auch von 1,35 auf 1,45 Euro erhöhen. Auch das Bauernbrot kostet nun 3,60 statt 3,40 Euro.“

Eine Preiserhöhung steht möglicherweise auch für Bäuerin Welsch an. „Die neuen Kartoffeln könnten teuer werden“, sagt sie und fürchtet ob des trockenen Frühlings Ernteausfälle im Herbst: „Wir brauchen dringend Regen. Am besten sehr schnell.“

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