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Alte Schule wird ein neues Rathaus

Nachrichten aus der Region Saarlouis.

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Nalbach. Noch ein Grund mehr zum Heiraten wäre allein schon die Aussicht im künftigen Nalbacher Rathaus. Mit Blick über den Ort hinweg in Richtung Saarwellingen, zur Bergehalde in Ensdorf und zum Limberg. „Das ist das Trauzimmer“, sagte Bürgermeister Patrik Lauer stolz im obersten Geschoss bei einem Rundgang mit der Saarbrücker Zeitung.

Die klassische Rohbauphase für das spätere Rathaus war etwa Mitte Mai abgeschlossen. Bis dahin wurde im Bestand umgebaut, das Gebäude komplett entkernt. Unter anderen wurden dabei die Decken erneuert und das Treppenhaus, erklärte Jürgen Backes von der Projektsteuerung.

Größere Umbauarbeiten erforderte die alte Aufteilung mit großen Klassenräumen und versetztem Flur. Jetzt liege der Flur zentral, erläuterte Backes, beiderseits davon lägen die Räume für die Verwaltung. Diesem Rohbau folgte der weitere Ausbau der Haustechnik. Einladend wirkt schon jetzt das geräumige Foyer. „Links kommt das Bürgerbüro hin“, erklärte Architektin Lisa Groß. „Alles barrierefrei“, betonte Patrik Lauer mit Verweis auf den künftigen Aufzug. Das gilt auch für den späteren Bürgersaal im linken Flügel des Gebäudes. Diese ehemalige Turnhalle ist von außen über eine Rampe zugänglich. Sitzungen des Gemeinderates sollen hier stattfinden, Kleinkunst und Empfänge.

Das Bauamt komme im ersten Stock unter, sagte Lauer. Eine Etage höher führte er in einen Raum, der zur Fußbachstraße weist. Drei Seiten sind durchgehend verglast. „Das Reich des Bürgermeisters.“ Für effizientes Arbeiten schließen sich das Vorzimmer und die Räume der geschäftsführenden Beamten unmittelbar an. Zahlreiche Räume sind multifunktional angelegt. Durch dieses Prinzip habe man auf spezielle Fraktionszimmer verzichtet können, sagte Lauer. Unter dem weitläufigen Dach sind zudem Lagerräume und Technik vorgesehen, Funktionsräume und das Gemeindearchiv.

Von einer „transluzenten Fotovoltaikanlage“ im mittleren Bereich der zum Ort weisenden Fassade sprach Architektin Groß. Diese wird bandartig angelegt, verläuft vom Erdgeschoss bis zum Dach und ist teilweise durchsichtig. Damit wird Energie erzeugt, zudem ermöglicht es von allen Etagen die Aussicht über das Primstal. Moderne Energieerzeugung und -nutzung ergänzen sich im künftigen Nalbacher Rathaus. LED-Beleuchtung ist ebenso eingeplant wie die intelligente Heizungssteuerung für die Fußbodenheizung. Und die Wärme kommt über ein bereits im Bau befindliches Nahwärmenetz.

Rund 45 Verwaltungsmitarbeiter werden später im Gebäude tätig sein. Sechs Mieter gebe es bereits, sagte Patrik Lauer. Darunter Polizei, Arztpraxis und Wasserzweckverband. Das bringe nicht unerhebliche Mieteinnahmen.

Der Kostenrahmen werde eingehalten, sagte Lauer. Das sind geplante Baukosten von etwa 5,6 Millionen Euro, bei 1,6 Millionen Fördermitteln.

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